Erfahrungsbericht: Polizei Schleswig-Holstein Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt Auswahlverfahren gehobener Dienst
Was erwartet dich im Einstellungstest der Polizei Schleswig-Holstein Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt (gehobener Dienst)?
Ich habe mich für die Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt (gehobener Dienst) bei der Polizei Schleswig-Holstein entschieden, weil ich von Anfang an mehr Verantwortung übernehmen und später auch Führungsaufgaben übernehmen wollte. Der Bewerbungsprozess begann ganz klassisch mit dem Einreichen meiner Unterlagen. Nach einigen Wochen kam dann die Einladung zum Auswahlverfahren an der Polizeiakademie in Eutin. Da ich aus der Nähe komme, bin ich am Prüfungstag selbst angereist und musste mich nicht um eine Unterkunft kümmern. Das hat mir persönlich ganz gut gepasst, weil ich in meiner gewohnten Umgebung bleiben konnte und morgens direkt zum Test gefahren bin.
Vor Ort wurde man zunächst gesammelt empfangen und in einen Raum geführt, in dem die organisatorischen Dinge geklärt wurden. Die Stimmung war angespannt, aber nicht unangenehm. Man hat gemerkt, dass alle den gleichen Wunsch haben und entsprechend fokussiert sind. Nach einer kurzen Einweisung ging es dann auch direkt mit dem schriftlichen Teil im Auswahlverfahren für den gehobenen Dienst der Polizei Schleswig-Holstein los.
Eignungstest
Der erste große Abschnitt im Auswahlverfahren für den gehobenen Dienst der Polizei Schleswig-Holstein war der Sprach- und Bildungstest. Dieser bestand aus mehreren Themenbereichen, die im Multiple-Choice-Verfahren abgefragt wurden. Im Deutschteil ging es viel um Sprachverständnis, Grammatik und Wortbedeutungen. Einige Aufgaben im Auswahlverfahren waren recht eindeutig, bei anderen musste ich länger überlegen, gerade bei komplizierteren Formulierungen. Im Bereich politische Bildung wurden grundlegende Kenntnisse abgefragt, zum Beispiel über das politische System, aktuelle Themen oder auch spezifische Inhalte mit Bezug zu Schleswig-Holstein. Natur und Technik war ein bunter Mix aus grundlegenden naturwissenschaftlichen Fragen und einfachem technischem Verständnis. Insgesamt war der Test machbar, aber deutlich anspruchsvoller, als ich es erwartet hatte, vor allem, weil die Themen so breit gefächert waren.
Im Anschluss folgte das Diktat mit ungefähr 250 Wörtern. Auch wenn der Text an sich nicht besonders schwer war, kam es hier wirklich auf Genauigkeit an. Rechtschreibung und Zeichensetzung wurden streng bewertet, und gerade gegen Ende hat man gemerkt, wie die Konzentration nachlässt. Gut war, dass der Text am Schluss noch einmal komplett vorgelesen wurde, sodass man Unsicherheiten korrigieren konnte.
Danach ging es weiter mit dem Intelligenzleistungstest im Auswahlverfahren für den gehobenen Dienst der Polizei Schleswig-Holstein. Hier standen logisches Denken und das Erkennen von Mustern im Vordergrund. Es kamen Aufgaben zu Zahlenreihen, Figuren und räumlichem Vorstellungsvermögen dran. Manche Aufgaben im Auswahlverfahren ließen sich schnell lösen, bei anderen musste ich mehrere Ansätze durchdenken. Die Zeit war ausreichend, aber man durfte sich nicht zu sehr an einzelnen Fragen festbeißen.
Sportprüfung
Nach einer Pause wechselten wir in die Sporthalle für den Hindernisparcours. Die einzelnen Stationen waren technisch nicht extrem schwierig, aber die Kombination aus Tempo, Koordination und Ausdauer hat es wirklich in sich. Man musste über Hindernisse springen, klettern und sich insgesamt schnell durch den Parcours bewegen. Nach mehreren Durchläufen war ich ziemlich erschöpft. Mir ist dabei klar geworden, dass eine gezielte Vorbereitung für das Auswahlverfahren des gehobenen Dienstes, vor allem im Bereich Ausdauer, einen großen Unterschied macht.
Kurzreferat und Vorstellungsgespräch
Ein paar Tage später ging es dann mit dem mündlichen Teil im Auswahlverfahren für den gehobenen Dienst der Polizei Schleswig-Holstein weiter. Zuerst stand ein Kurzreferat an. Man konnte aus mehreren Themen wählen, die sich in die Bereiche Gesellschaft, Wirtschaft/Politik oder Natur/Technik einordnen ließen. Nach einer kurzen Vorbereitungszeit musste man das Thema etwa fünf bis sieben Minuten präsentieren. Ich war anfangs ziemlich nervös, aber sobald ich angefangen hatte zu sprechen, wurde es besser. Wichtig war vor allem, strukturiert zu bleiben und die eigenen Gedanken verständlich rüberzubringen.
Direkt im Anschluss folgte das Vorstellungsgespräch für den gehobenen Dienst der Polizei Schleswig-Holstein. Dieses dauerte ungefähr eine halbe Stunde und wurde von einer Kommission geleitet. Es ging um die Motivation für den Polizeiberuf, den eigenen Lebenslauf und auch darum, wie gut man sich mit den Aufgaben und Anforderungen im gehobenen Dienst auseinandergesetzt hat. Neben den Inhalten wurde auch darauf geachtet, wie man sich ausdrückt, wie sicher man auftritt und welchen Gesamteindruck man hinterlässt. Ich hatte den Eindruck, dass es weniger um perfekte Antworten ging, sondern eher darum, authentisch zu bleiben und nachvollziehbar zu argumentieren.
Fachärztliche Untersuchung
Wenn man diesen Abschnitt im Auswahlverfahren bestanden hat, folgt noch die polizeiärztliche Untersuchung für den gehobenen Dienst der Polizei Schleswig-Holstein. Diese war deutlich umfangreicher, als ich es erwartet hatte. Es wurden verschiedene gesundheitliche Aspekte überprüft, darunter ein Urintest, unter anderem auch als Drogenscreening, sowie Untersuchungen von Atmung und Reflexen. Zusätzlich musste ich ein Belastungs-EKG absolvieren und auf einem Fahrradergometer meine körperliche Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Auch ein Sehtest beim Augenarzt und ein Röntgenbild der Lunge gehörten dazu. Je nach Situation kommt noch eine weitere fachärztliche Untersuchung hinzu. Insgesamt wird hier sehr genau geschaut, ob man den gesundheitlichen Anforderungen des Berufs gewachsen ist.
Rückblickend war das Auswahlverfahren für den gehobenen Dienst der Polizei Schleswig-Holstein anspruchsvoll und vielseitig. Hier wird deutlich, dass neben körperlicher Fitness auch geistige Leistungsfähigkeit, Allgemeinbildung und ein sicheres Auftreten eine große Rolle spielen. Eine gute Vorbereitung hilft auf jeden Fall, aber genauso wichtig ist es, ruhig zu bleiben und sich nicht zu sehr unter Druck zu setzen.
Lilian, 26 Jahre
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