Erfahrungsbericht: Polizei Brandenburg Auswahlverfahren mittlerer Dienst
Was erwartet dich im Einstellungstest der Polizei Brandenburg (mittlerer Dienst)?
Schon während der Schulzeit stand für mich fest: Ich will nicht nur im Büro sitzen, ich will raus auf die Straße zur Schutzpolizei. Deshalb habe ich mich im vergangenen Oktober für die Ausbildung im mittleren Dienst bei der Polizei Brandenburg beworben. Der Weg vom ersten Klick bis zum Testtag ging fix: Nach gerade mal fünf Tagen hatte ich die Einladung zum Auswahlverfahren der Polizei Brandenburg im Postfach. Knapp vier Wochen blieben mir also, um die Laufschuhe zu schnüren und mein Wissen auf Vordermann zu bringen. Dank der Vorbereitungsmaterialien wusste ich zum Glück genau, was in Oranienburg auf mich zukommt.
Anfang Dezember war es so weit. Kurz nach sieben stand ich vor der Polizeifachhochschule in Oranienburg. Ein kleiner Tipp vorab: Sucht nicht erst nach einem Lageplan auf dem Gelände. Direkt an der Auffahrt sitzt die Wache in einem kleinen Häuschen. Wer da ohne Ausweis und Einladungsschreiben auftaucht, sorgt direkt für einen Stau hinter sich. Also: Alles griffbereit halten! Nachdem ich registriert war, folgte ich einer grauen Linie auf dem Boden, die uns direkt zur Einstellungsstelle führte. Dort warteten wir in einem Raum, der mit seinen Zeitschriftenstapeln ein bisschen was von einer Arztpraxis hatte, nur dass die „Patienten“ hier alle deutlich nervöser waren.
Diktat und psychologischer Test
Der erste Block im Auswahlverfahren für den mittleren Dienst der Polizei Brandenburg bestand aus dem Diktat und dem psychologischen Messverfahren. Das Diktat ist ein klassisches Lückendiktat, das über die Anlage im Raum abgespielt wurde. Die Stimme war klar und das Tempo absolut fair, aber man darf trotzdem nicht trödeln. Wichtig ist, dass man sich nicht an einem schwierigen Wort aufhängt, sonst verpasst man den Anschluss zur nächsten Lücke.
Direkt danach ging es an die Computer für das psychologische Messverfahren. Hier wurde alles abgefragt: Sprachbeherrschung, Mathe-Skills und vor allem abstraktes sowie logisches Denken. Man muss sich extrem konzentrieren, aber es ist machbar, wenn man vorher ein paar Übungstests gemacht hat, um das Prinzip der Aufgaben zu verstehen. Danach hieß es erst mal: Warten. Die Stimmung im Warteraum war eine Mischung aus Anspannung und erstem vorsichtigen Kennenlernen untereinander.
Sporttest
Nachdem die ersten Bewerber im Auswahlverfahren für den mittleren Dienst leider schon nach Hause gehen mussten, ging es für uns in die Sporthalle zum Sport- und Körpereignungstest. Bei der Polizei Brandenburg ist das Programm echt vielseitig. Wir starteten mit Übungen zur Körperkraft wie Bankdrücken, Liegestützen und dem Unterarmstütz, da brennen die Muskeln schon das erste Mal ordentlich.
Richtig hektisch wurde es beim Kasten-Bumerang-Test. Da geht es um Schnelligkeit und Flexibilität: Man muss über Kästen springen und durchtauchen, alles auf Zeit. Auch das Turnen gehört dazu: Kopfstand und eine Balanceübung standen auf dem Plan. Mein „Endgegner“ war der Cooper-Test. Zwölf Minuten Dauerlauf auf der Bahn. Da die Laufbahn in der Halle in den Kurven recht steil ansteigt, sollte man das beim Training auf dem normalen Sportplatz im Hinterkopf haben. Mein Adrenalin hat mich aber ins Ziel gepusht.
Rollenspiel und Einzelgespräch
Am zweiten Tag des Auswahlverfahrens für den mittleren Dienst der Polizei Brandenburg (nachdem die polizeiärztliche Untersuchung erledigt war) wurde es zwischenmenschlich. Im Rollenspiel musste ich eine typische Konfliktsituation klären. Ich war der Polizist und musste einen Kollegen davon überzeugen, dass seine Arbeitseinstellung gerade nicht passt. Er hat es mir nicht leicht gemacht, war bockig und uneinsichtig. Hier schauen die Prüfer genau hin: Bleibst du ruhig? Findest du eine Lösung, ohne den anderen plattzumachen? Man sollte einfühlsam sein, aber in der Sache klar bleiben.
Gleich danach folgte das Einzelgespräch im Auswahlverfahren. Die Klassiker kamen natürlich dran: „Warum zur Polizei?“, „Warum Brandenburg?“, „Was sind Ihre Stärken?“. Ich habe versucht, einfach ich selbst zu sein und ehrlich zu antworten. Man merkt schnell, dass sie keine auswendig gelernten Sätze hören wollen, sondern den Menschen hinter der Bewerbung suchen.
Der Test ist anstrengend, keine Frage. Aber die Atmosphäre in Oranienburg war professionell und die Prüfer fair im Auswahlverfahren des mittleren Dienstes der Polizei Brandenburg. Jetzt heißt es Daumen drücken für die Zusage im April. Wer sich ordentlich vorbereitet und fit hält, hat im mittleren Dienst in Brandenburg echt gute Karten!
Michi, 21 Jahre
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