Erfahrungsbericht: Polizei Bayern Auswahlverfahren 3. Qualifikationsebene gehobener Dienst
Was erwartet dich im Einstellungstest der Polizei Bayern 3. Qualifikationsebene (gehobener Dienst)?
Als die Zusage der Polizei Bayern für das Auswahlverfahren des gehobenen Dienstes (3. Qualifikationsebene) bei mir ankam, musste ich den Brief tatsächlich zweimal lesen, weil ich es im ersten Moment gar nicht richtig glauben konnte. Nach den ganzen Prüfungen, Terminen und der langen Wartezeit war das einfach ein starkes Gefühl. Vor allem, weil ich zwischendurch immer wieder unsicher war, ob es am Ende wirklich reichen würde.
Schriftliche Prüfung beim LPA
Der Weg in den gehobenen Dienst der Polizei Bayern begann für mich mit der schriftlichen Prüfung beim Landespersonalausschuss (LPA). Anders als viele erwarten, sitzt man hier nicht einfach vor einem Computer, sondern bearbeitet klassische Prüfungsaufgaben über mehrere Stunden hinweg. Insgesamt dauert die Prüfung etwa vier Stunden und deckt verschiedene Themenbereiche ab: Deutsch, Geschichte, Erdkunde sowie Wirtschaft und Recht. Dazu kommen Inhalte zu politischen Systemen – also Grundlagen zu Bayern, Deutschland und der Europäischen Union – sowie Fragen zur Zeitgeschichte, Kultur und aktuellen politischen Entwicklungen.
Ich fand vor allem die Bandbreite der Themen herausfordernd. Man musste sich nicht nur auf ein Fach konzentrieren, sondern sollte in vielen Bereichen ein solides Grundwissen mitbringen. Besonders geholfen hat mir, dass ich mich im Vorfeld mit aktuellen Themen beschäftigt und meine Schulunterlagen noch einmal durchgearbeitet habe. Trotzdem gibt es immer Aufgaben, bei denen man unsicher ist, das gehört einfach dazu.
Wichtig zu wissen ist auch, dass nicht nur diese Prüfung zählt. Die Gesamtnote setzt sich aus dem Ergebnis der LPA-Prüfung und den Schulnoten zusammen, konkret aus Deutsch, Mathematik und einer Fremdsprache. Das nimmt etwas Druck raus, weil man nicht alles von einem einzigen Tag abhängig macht, zeigt aber auch, dass kontinuierliche Leistungen eine Rolle spielen.
Nachdem ich diesen Teil geschafft hatte, wurde ich zum eigentlichen Auswahlverfahren der Polizei eingeladen. Dort warteten dann die praktischen und persönlichen Abschnitte.
Sporttest
Der Sporttest war für mich einer der anstrengendsten Teile. Die Disziplinen – darunter Bankdrücken, Pendellauf, Springen über eine Kleinbank und der Cooper-Test – fordern unterschiedliche Fähigkeiten gleichzeitig: Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer. Ich hatte vorher trainiert, aber es ist trotzdem etwas anderes, alles direkt hintereinander unter Prüfungsbedingungen im Auswahlverfahren der Polizei Bayern zu absolvieren. Gerade beim Ausdauerlauf musste ich mich ziemlich durchbeißen.
Gruppendiskussion
Ein weiterer Bestandteil im Auswahlverfahren der Polizei Bayern war die Gruppendiskussion. Wir waren mehrere Bewerber in einer Gruppe und sollten gemeinsam ein Thema diskutieren und am Ende zu einem Ergebnis kommen. Dabei ging es weniger darum, besonders viel zu reden, sondern eher darum, wie man sich einbringt. Zuhören, auf andere eingehen und die Diskussion voranbringen waren aus meiner Sicht entscheidend. In unserer Gruppe gab es ein paar, die sehr dominant waren, was es nicht immer einfach gemacht hat, aber genau das gehört wahrscheinlich auch dazu.
Das Bewerbungsgespräch
Das anschließende Bewerbungsgespräch war dann wieder eine ganz andere Situation innerhalb des Auswahlverfahrens der Polizei Bayern. Es lief relativ strukturiert ab, die Fragen kamen nacheinander und waren teilweise recht direkt. Das wirkte im ersten Moment etwas distanziert, aber eigentlich wollten die Prüfer einfach ein klares Bild von mir bekommen. Es ging um meine Motivation, meinen bisherigen Weg und auch darum, wie ich mich selbst einschätze. Ich war nervös, aber mit der Zeit wurde es besser, vor allem, als ich gemerkt habe, dass ich auf vieles gut vorbereitet war.
Ärztliche Untersuchung
Zum Schluss stand noch die ärztliche Untersuchung an im Auswahlverfahren für den gehobenen Dienst der Polizei Bayern. Diese war weniger aufregend, dafür aber ziemlich gründlich. Es wurde überprüft, ob ich den körperlichen Anforderungen des Polizeidienstes gewachsen bin. Insgesamt lief das bei mir ohne Probleme.
Danach begann die wahrscheinlich schwierigste Phase: das Warten. Nachdem man so lange auf das Ziel hingearbeitet hat, fühlt es sich komisch an, plötzlich nichts mehr tun zu können. Umso größer war dann die Freude, als endlich die Zusage kam.
Wenn ich heute zurückblicke, würde ich sagen: Das Verfahren für den gehobenen Dienst der Polizei Bayern verlangt einem schon einiges ab, aber es ist kein unüberwindbares Hindernis. Wer sich vorbereitet, sich mit den Inhalten auseinandersetzt und im Auswahlverfahren authentisch bleibt, hat definitiv eine realistische Chance.
Dennis, 24 Jahre
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