Erfahrungsbericht: Bundeskriminalamt (BKA) Auswahlverfahren gehobener Dienst
Was erwartet dich im Einstellungstest der Bundespolizei (BKA)?
Ich habe mich für den gehobenen Dienst beim Bundeskriminalamt (BKA) als Kriminalkommissar beworben und wurde nach der ersten Vorauswahl zum psychodiagnostischen Test eingeladen. Auch wenn es sich inzwischen um einen computergestützten Online-Test handelt, fand dieser bei mir vor Ort in der Zentrale in Wiesbaden statt. Das heißt, man sitzt an einem PC und bearbeitet die Aufgaben digital, aber unter Aufsicht und unter einheitlichen Bedingungen.
Psychodiagnostischer Test (PDT)
Am Prüfungstag für den gehobenen Dienst beim Bundeskriminalamt lief zunächst alles recht organisiert ab. Nach der Anmeldung an der Pforte erhielt ich einen Besucherausweis und wurde zusammen mit den anderen Bewerbern in einen Warteraum geführt. Die Atmosphäre war angespannt, aber ruhig – viele haben noch einmal ihre Notizen durchgesehen oder einfach versucht, sich zu konzentrieren. Nach einer kurzen Einweisung ging es dann in den Testraum. Jeder hatte einen festen Computerarbeitsplatz, und bevor es losging, wurden die Abläufe noch einmal erklärt.
Schlussfolgerndes Denken
Der erste Teil des Tests für den gehobenen Dienst beim Bundeskriminalamt bestand aus Aufgaben zum schlussfolgernden Denken und dauerte etwa 30 Minuten. Hier ging es vor allem darum, Muster und Regeln zu erkennen. Typisch waren Matrizenaufgaben, bei denen man aus mehreren Figuren die passende Ergänzung auswählen musste. Die Schwierigkeit lag weniger in einzelnen komplizierten Aufgaben, sondern eher im Zeitdruck. Man musste schnell arbeiten und durfte sich nicht zu lange an einer Aufgabe festbeißen.
Konzentrationstest
Danach folgte ein Konzentrationstest, der ungefähr zehn Minuten dauerte. Dieser Abschnitt war ziemlich monoton, aber genau das machte ihn anspruchsvoll. Es ging darum, bestimmte Zeichen oder Kombinationen in einer langen Reihe zu erkennen und korrekt zu markieren. Wenn man einmal unkonzentriert war, hat man schnell Fehler gemacht. Hier hat man deutlich gemerkt, wie wichtig es ist, auch unter Druck sauber zu arbeiten.
Deutschtest
Im Anschluss kam der Deutschtest, für den etwa 15 Minuten vorgesehen waren. Dieser Teil war vielseitig aufgebaut: Es gab Aufgaben zur Rechtschreibung, Grammatik und zum Textverständnis. Teilweise musste man Fehler in Sätzen erkennen oder passende Wörter einsetzen, teilweise kurze Texte lesen und Fragen dazu beantworten. Insgesamt war das Niveau machbar, aber man sollte sich sicher in der deutschen Sprache fühlen.
Fragebogen gesellschaftliche Themen
Zum Schluss des Online-Tests für den gehobenen Dienst beim Bundeskriminalamt musste noch ein kurzer Fragebogen zu gesellschaftlichen Themen bearbeitet werden. Dafür hatte man etwa fünf Minuten Zeit. Die Fragen gingen in Richtung Allgemeinwissen und persönliche Einschätzungen, zum Beispiel zu aktuellen Entwicklungen oder gesellschaftlichen Fragestellungen. Hier hatte ich den Eindruck, dass es weniger um „richtig“ oder „falsch“ geht, sondern eher darum, wie man denkt und argumentiert.
Vorstellungsgespräch
Im weiteren Verlauf des Auswahlverfahrens für den gehobenen Dienst beim Bundeskriminalamt folgt dann das Vorstellungsgespräch. Zunächst hält man einen Kurzvortrag: Man bekommt ein Thema, hat etwa 30 Minuten Zeit zur Vorbereitung und präsentiert anschließend ungefähr 15 Minuten lang. Danach folgt ein Einzelgespräch mit der Auswahlkommission, das rund 45 Minuten dauert. Dabei werden sowohl der Lebenslauf als auch die Motivation für den Polizeidienst besprochen. Zusätzlich werden Fragen zu bestimmten Situationen gestellt, um zu sehen, wie man denkt und entscheidet.
Polizeiärztliche Untersuchung
Wenn man auch diesen Teil erfolgreich meistert, geht es noch zur polizeiärztlichen Untersuchung, bei der die gesundheitliche Eignung überprüft wird. Den Abschluss bildet schließlich die Sicherheitsüberprüfung, bei der der persönliche Hintergrund überprüft wird.
Insgesamt habe ich das Auswahlverfahren für den gehobenen Dienst beim Bundeskriminalamt als anspruchsvoll, aber gut strukturiert erlebt. Besonders wichtig ist es, sich nicht nur fachlich vorzubereiten, sondern auch mental auf die Testsituation einzustellen. Gerade der Zeitdruck und die ungewohnte Umgebung spielen eine größere Rolle, als man vorher vielleicht denkt.
Alex, 29 Jahre
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