Erfahrungsbericht: Polizei Baden-Württemberg Auswahlverfahren gehobener Dienst
Was erwartet dich im Einstellungstest der Polizei Baden-Württemberg (gehobener Dienst)?
Je näher der Termin für das Auswahlverfahren des gehobenen Dienstes bei der Polizei Baden-Württemberg rückte, desto mehr kreisten meine Gedanken nur noch um diesen einen Tag. Ich hatte mich lange auf die Bewerbung für den gehobenen Dienst vorbereitet und wusste, dass das Auswahlverfahren entscheidend sein würde. Entsprechend hoch war die Anspannung, gleichzeitig aber auch die Motivation, es unbedingt zu schaffen.
Nach der Bewerbung dauerte es eine Weile, bis die Einladung kam. Darin standen nicht nur Datum und Uhrzeit, sondern auch der Prüfungsort. Das war an der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg am Standort Herrenberg.
Ankunft und Einführung
Am Prüfungstag selbst trafen nach und nach alle Bewerber ein. Die Stimmung war eine Mischung aus Nervosität und vorsichtigem Austausch. Man kam ins Gespräch, aber jeder wusste natürlich, dass es ernst wird im Auswahlverfahren für den gehobenen Dienst. Nach einer kurzen Begrüßung durch die zuständigen Beamten der Polizei Baden-Württemberg wurde uns der Ablauf erklärt, und dann ging es auch schon los.
Computergestützter Test
Der erste Abschnitt im Auswahlverfahren für den gehobenen Dienst der Polizei Baden-Württemberg bestand aus einem computergestützten Test, der in mehrere Teile gegliedert war. Zunächst ging es um Sprachkenntnisse und Allgemeinwissen. Dieser Teil dauerte etwa 45 Minuten und umfasste Aufgaben zu Rechtschreibung, Sprachverständnis und verschiedenen Wissensbereichen. Man musste konzentriert lesen und genau arbeiten, da viele Aufgaben auf Details abzielten.
Anschließend folgte ein Intelligenztest, ebenfalls etwa 45 Minuten lang. Hier wurden unterschiedliche Fähigkeiten abgeprüft: verbales Denken, mathematisches Verständnis und abstrakt-logisches Denken. Typisch waren Aufgaben mit Zahlenreihen, Wortbeziehungen oder Figuren, bei denen man Muster erkennen musste. Insgesamt war das Niveau gut machbar, aber der Zeitdruck sorgte dafür, dass man sich keine langen Überlegungen leisten konnte.
Zum Abschluss im Auswahlverfahren für den gehobenen Dienst kam noch ein Persönlichkeitstest, der ungefähr 15 Minuten dauerte. Dabei ging es weniger um richtige oder falsche Antworten, sondern darum, wie man sich selbst einschätzt im gehobenen Dienst. Viele Fragen wiederholten sich leicht abgewandelt, sodass man möglichst ehrlich und konsistent antworten sollte.
Sporttest
Da ich bereits das Deutsche Bronze-Sportabzeichen hatte, musste ich keinen zusätzlichen Sporttest im Auswahlverfahren der Polizei Baden-Württemberg mehr absolvieren. Das war auf jeden Fall eine Erleichterung, weil man sich so voll auf die anderen Teile konzentrieren konnte. Trotzdem sollte man die körperlichen Anforderungen des Polizeiberufs im gehobenen Dienst natürlich nicht unterschätzen.
Auswahlgespräch
Nach dem Test folgte das Auswahlgespräch, das als strukturiertes, sogenanntes multimodales Interview durchgeführt wurde. Ich wurde einzeln in den Raum gebeten und hatte zunächst die Aufgabe, mich kurz vorzustellen. Danach stellten die Prüfer verschiedene Fragen, die klar aufeinander aufbauten.
Es ging dabei nicht nur um meinen Lebenslauf und meine Motivation, sondern auch um mein Verhalten in bestimmten Situationen. Teilweise musste ich beschreiben, wie ich reagieren würde oder wie ich in der Vergangenheit mit Herausforderungen umgegangen bin. Das Gespräch wirkte insgesamt sehr strukturiert und weniger wie ein lockerer Austausch, was es anfangs etwas ungewohnt gemacht hat.
Mit der Zeit wurde ich aber sicherer und hatte das Gefühl, meine Antworten gut rüberbringen zu können. Ich habe versucht, möglichst ehrlich zu antworten und nicht das zu sagen, was vermeintlich erwartet wird. Am Ende wurde ich freundlich verabschiedet, ohne dass ich einschätzen konnte, wie es gelaufen war.
Ergebnis und Untersuchung
Nach einer Wartezeit wurden wir einzeln aufgerufen und bekamen unser Ergebnis des Auswahlverfahren der Polizei Baden-Württemberg mitgeteilt. Dieser Moment war für mich mit Abstand der nervenaufreibendste Teil des ganzen Tages. Als ich schließlich hörte, dass ich bestanden habe, fiel die gesamte Anspannung auf einmal ab.
Die polizeiärztliche Untersuchung fand an einem separaten Termin statt. Dabei wurde ich gründlich durchgecheckt, unter anderem mit Seh- und Hörtests sowie verschiedenen allgemeinen Untersuchungen für den gehobenen Dienst. Auch Blut- und Urinproben gehörten dazu.
Wenn ich heute auf das Auswahlverfahren für den gehobenen Dienst der Polizei Baden-Württemberg zurückblicke, würde ich sagen, dass es vor allem auf eine gute Mischung ankommt: Vorbereitung, Konzentration und ein authentisches Auftreten. Die einzelnen Teile sind gut machbar, aber in der Gesamtheit durchaus fordernd. Umso besser fühlt es sich an, wenn man am Ende die Zusage bekommt und weiß, dass sich der ganze Aufwand gelohnt hat.
Sophia, 22 Jahre
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