Erfahrungsbericht: Polizei Berlin Auswahlverfahren mittlerer Dienst
Was erwartet dich im Einstellungstest der Polizei Berlin (mittlerer Dienst)?
Als ich mich bei der Polizei Berlin für den mittleren Dienst beworben habe, war mir klar, dass ein anspruchsvolles Auswahlverfahren auf mich zukommt. Trotzdem war ich gespannt, wie die einzelnen Schritte tatsächlich ablaufen würden. Kurz nach meiner Bewerbung bekam ich eine Einladung zu einem Online-Vortest, den ich von zu Hause aus am PC bearbeiten konnte.
Der Test dauerte nicht besonders lange und gab einen ersten Eindruck davon, was einen später im richtigen Einstellungstest erwartet. Auch wenn das Ergebnis nicht direkt in die Bewertung einfließt, sollte man den Test ernst nehmen, einfach, um ein Gefühl für die Art der Aufgaben zu bekommen.
Tag 1: Computertest
Einige Zeit später wurde ich dann zum eigentlichen Auswahlverfahren der Polizei Berlin eingeladen. Am ersten Tag musste ich mich morgens am Testort einfinden. Vor Ort waren viele andere Bewerber für den mittleren Dienst, und man hat sofort gemerkt, dass alle angespannt waren, auch wenn zwischendurch versucht wurde, die Stimmung etwas aufzulockern.
Nach einer kurzen Einführung ging es direkt in den PC-Raum. Dort startete der computergestützte Einstellungstest im Auswahlverfahren, der mehrere Stunden dauerte. Jeder hatte seinen eigenen Arbeitsplatz, und während der Bearbeitung wurde die verbleibende Zeit ständig angezeigt, das hat den Druck im Auswahlverfahren der Polizei Berlin zusätzlich erhöht. Inhaltlich war der Test für den mittleren Dienst in verschiedene Bereiche gegliedert. Ein großer Teil bestand aus Aufgaben zum logischen Denken. Dazu gehörten Zahlenreihen, Muster und andere Aufgaben, bei denen man Zusammenhänge erkennen musste. Manche Aufgaben wirkten auf den ersten Blick einfach, wurden aber durch den Zeitdruck deutlich schwieriger.
Im Deutschteil ging es vor allem um Rechtschreibung, Grammatik und Sprachverständnis. Man musste Fehler erkennen, passende Begriffe auswählen oder Zusammenhänge verstehen. Hier hat man gemerkt, wie wichtig es ist, genau zu lesen. Ein weiterer Abschnitt im Auswahlverfahren für den mittleren Dienst der Polizei Berlin behandelte Themen aus Politik und Gesellschaft. Die Fragen waren breit gefächert und reichten von grundlegenden politischen Strukturen bis hin zu aktuellen Themen. Es war hilfreich, sich vorher ein wenig mit Nachrichten zu beschäftigen.
Zusätzlich gab es einen Persönlichkeitstest. Dabei musste man zahlreiche Aussagen zur eigenen Person einschätzen. Viele Fragen ähnelten sich, weshalb es wichtig war, möglichst ehrlich und konsistent zu antworten. Insgesamt hatte ich während des Tests ständig das Gefühl, unter Zeitdruck zu stehen. Es war kaum möglich, alle Aufgaben in Ruhe zu bearbeiten. Umso wichtiger war es, nicht an einzelnen Fragen hängen zu bleiben.
Nach der Auswertung wurde die Gruppe im Auswahlverfahren deutlich kleiner. Nur ein Teil der Bewerber für den mittleren Dienst der Polizei Berlin durfte weitermachen, was die Situation nochmal angespannter gemacht hat.
Sporttest: Hindernisparcours
Am selben Tag des Auswahlverfahrens ging es dann weiter zum Sporttest. Dieser fand an einem anderen Standort statt, den wir eigenständig erreichen mussten. Dort erwartete uns ein Hindernisparcours, der sowohl Koordination als auch Schnelligkeit verlangte. Der Ablauf war fest vorgegeben: verschiedene Sprünge, Richtungswechsel, Turnelemente und am Ende das Überwinden einer Wand. Besonders herausfordernd war, dass alles flüssig und ohne Fehler ausgeführt werden musste. Kleine Unsicherheiten konnten schnell dazu führen, dass man Zeit verliert oder den Ablauf wiederholen muss.
Obwohl ich mich vorbereitet hatte, war ich danach ziemlich außer Atem. Gerade in Kombination mit dem langen Test vorher war das körperlich nicht ohne.
Tag 2: Untersuchung und Gespräch
Am zweiten Tag des Auswahlverfahrens für den mittleren Dienst der Polizei Berlin stand zunächst die polizeiärztliche Untersuchung an. Diese war ziemlich umfangreich und zog sich über mehrere Stunden. Es wurden verschiedene Tests durchgeführt, unter anderem Seh- und Hörtests sowie allgemeine Untersuchungen. Auch Blut- und Urinproben gehörten dazu. Viel Zeit bestand allerdings auch aus Warten.
Nach der medizinischen Überprüfung folgte das Bewerbungsgespräch. Dieses wurde als Einzelinterview geführt. Die Gesprächspartner waren freundlich, wodurch die Situation etwas entspannter wurde, auch wenn ich natürlich weiterhin nervös war. Inhaltlich ging es um meinen bisherigen Weg, meine Motivation und meine Vorstellungen vom Polizeiberuf. Zusätzlich wurden auch Fragen zu typischen Situationen gestellt, um zu sehen, wie ich reagieren würde. Auch grundlegendes Wissen über die Polizei Berlin wurde abgefragt.
Ich habe versucht, möglichst ehrlich zu antworten und meine Gedanken nachvollziehbar zu erklären. Perfekte Antworten wurden meiner Meinung nach gar nicht erwartet, wichtiger war, dass man authentisch bleibt.
Das Ergebnis
Nach dem Gespräch war der aktive Teil des Auswahlverfahrens für den mittleren Dienst der Polizei Berlin für mich abgeschlossen. Danach hieß es warten, was ich persönlich fast am schwierigsten fand. Man kann nichts mehr beeinflussen und denkt ständig darüber nach, wie die einzelnen Teile wohl gelaufen sind. Insgesamt war das Auswahlverfahren der Polizei Berlin fordernd, aber fair aufgebaut. Besonders der Zeitdruck im Test und die Kombination aus geistiger und körperlicher Belastung haben es anspruchsvoll gemacht. Mit einer guten Vorbereitung und der richtigen Einstellung ist es aber auf jeden Fall machbar.
Tobi, 19 Jahre
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