Erfahrungsbericht: Polizei Hamburg Laufbahnabschnitt 2 Auswahlverfahren gehobener Dienst
Was erwartet dich im Einstellungstest der Polizei Hamburg Laufbahnabschnitt 2 (gehobener Dienst)?
Eins vorweg: Wer Langschläfer ist, hat bei der Hamburger Polizei schlechte Karten. Mein Auswahlverfahren für den Laufbahnabschnitt 2, also den gehobenen Dienst, startete an einem ungemütlichen Oktobertag um Punkt 7:30. Von den ursprünglich 30 angemeldeten Leuten waren am Ende nur 22 da, ein paar leere Stühle gab es also schon vor dem ersten Test. Auffällig war, dass diesmal echt viele Frauen am Start waren; wir Männer waren deutlich in der Minderheit. Nach einer kurzen Begrüßung durch zwei Beamte der Polizei Hamburg, die uns den Tag über begleiteten, ging es auch sofort ans Eingemachte.
Schriftlicher Teil
Der erste Block im Auswahlverfahren für den gehobenen Dienst der Polizei Hamburg war das Lückendiktat. Man bekommt einen Text, in dem Begriffe fehlen, die man beim Vorlesen mitschreiben muss. Es geht dabei um Rechtschreibung und Zeichensetzung. Die Sätze wurden zweimal vorgelesen, aber man musste sich echt konzentrieren, weil besonders viele Fremdwörter eingebaut waren. 45 Minuten volle Konzentration, dann war der erste Teil im Kasten.
Nach einer kurzen Pause folgte der kognitive Leistungstest. Hier wurde es etwas stressig. In verschiedenen Blöcken wurden Sprache, Mathematik sowie abstraktes und logisches Denken abgefragt. Vieles davon war unter Zeitdruck zu lösen, zum Beispiel Zahlenreihen logisch fortsetzen oder komplexe Textaufgaben knacken. Wer hier nicht schnell im Kopf schaltet, verliert wertvolle Punkte. Die Auswertung folgte prompt: Für fünf Mitstreiter war hier leider schon Endstation.
Sporttest
Nach der Mittagspause – ein wichtiger Tipp: Esst nicht zu viel! – ging es in die Sporthalle. Der Sporttest der Polizei Hamburg für den gehobenen Dienst wurde ja modernisiert, und das merkt man. Zuerst kamen die Vertikalsprünge (Counter Movement Jump und Drop Jump), um die Sprungkraft zu messen. Danach folgte der Butterfly-Agility-Parcours, eine Abwandlung des alten Kasten-Bumerang-Tests. Hier muss man wendig sein und schnell reagieren.
Richtig anstrengend wurde es bei der Spiroergometrie, wo die Ausdauer unter Belastung gemessen wird, und beim Functional Movement Screen, bei dem es vor allem um Beweglichkeit und Stabilität geht. Danach ist man erst mal reif für die Dusche.
Bewerbungsgespräch
Drei Wochen später durfte ich zum zweiten Teil im Auswahlverfahren der Polizei Hamburg antreten. Das Einzelgespräch für den gehobenen Dienst dauerte fast 90 Minuten. Die Prüfer (ein Kripo-Beamter und ein Schutzpolizist) wollten es genau wissen: Was reizt mich am Polizeiberuf? Wie stehe ich zu meinen eigenen Stärken und Schwächen? Es ging viel um die persönliche Motivation und die Kompetenzen, die man als Polizist im Alltag braucht. Man sollte sich hier nicht verstellen.
Rollenspiel
Direkt im Anschluss folgte das Rollenspiel. Hier stand das Konfliktmanagement im Fokus. Ich musste eine Situation lösen, in der eine Bürgerin (gespielt von einer Polizistin) völlig aufgelöst auf die Wache kam. Man hat 15 Minuten Vorbereitungszeit und muss dann 10 Minuten lang zeigen, dass man deeskalierend wirken kann, ohne die Autorität zu verlieren.
Die ärztliche Untersuchung
Der letzte Schritt im Auswahlverfahren für den gehobenen Dienst der Polizei Hamburg war die polizeiärztliche Untersuchung. Da wird man komplett auf links gedreht: Belastungs-EKG, Lungenfunktion, Hör- und Sehtest sowie Blut- und Urinproben. Es fallen hier tatsächlich mehr Leute durch, als man denkt, oft wegen Kleinigkeiten, die man selbst gar nicht auf dem Schirm hat.
Der Weg ist lang und die Auswahlkriterien für den gehobenen Dienst der Polizei Hamburg sind knackig, aber es lohnt sich. Im Herbst geht es für mich endlich los!
Cem, 29 Jahre
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