Wachpolizei (WaPo)
Polizei-Abkürzungen
Die Wachpolizei unterstützt in Hessen die Landespolizei bei ausgewählten polizeilichen Aufgaben und entlastet dadurch den regulären Polizeivollzugsdienst. Angehörige der Wachpolizei können beispielsweise im Gewahrsamsdienst, bei Gefangenentransporten, in der Verkehrsüberwachung, beim Objektschutz und im Streifendienst eingesetzt werden. Je nach Einsatzort kommen besondere Aufgaben hinzu, etwa der bewaffnete Schutz von Kontrollstellen am Flughafen Kassel oder die Unterstützung bei Großveranstaltungen. Die Wachpolizei ist dabei nicht mit der regulären Schutzpolizei gleichzusetzen und durchläuft auch nicht deren mehrjährige Ausbildung beziehungsweise duales Studium. In Hessen umfasst die spezielle Ausbildung für die Wachpolizei aktuell 18 Wochen und beinhaltet unter anderem Rechtskunde, Kommunikation, Schießausbildung und Einsatztraining.
Wenn du dich für die Wachpolizei interessierst, durchläufst du ein eigenes Auswahlverfahren mit schriftlichem Test, persönlichem Gespräch, Sporttest und polizeiärztlicher Untersuchung. Die Wachpolizei kann deshalb eine Alternative sein, wenn du im unmittelbaren Sicherheitsbereich der Polizei arbeiten möchtest, aber keine reguläre Laufbahn im Polizeivollzugsdienst anstrebst. Ihre Angehörigen besitzen für die übertragenen Aufgaben besondere polizeiliche Befugnisse und können beispielsweise auch Verkehrsordnungswidrigkeiten verwarnen. Welche Aufgaben tatsächlich übernommen werden, hängt vom jeweiligen Polizeipräsidium und Einsatzbereich ab. Für dich ist die Wachpolizei deshalb vor allem als besondere hessische Form der polizeilichen Unterstützung mit eigener Ausbildung und klar begrenztem Aufgabenbereich interessant.
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