Verkehrsunfalldatei (VUD)
Polizei-Abkürzungen
Eine Verkehrsunfalldatei (VUD) dient der Polizei dazu, Daten über aufgenommene Straßenverkehrsunfälle strukturiert zu speichern und für die Verkehrssicherheitsarbeit auszuwerten. Besonders belegt ist die Bezeichnung in Nordrhein-Westfalen, wo die Verkehrsunfalldatei Nordrhein-Westfalen als VUD NRW geführt wird. Erfasst werden Angaben zum Unfallgeschehen, zu beteiligten Personen und Fahrzeugen sowie zu Unfallfolgen und möglichen Unfallursachen. Nach der eigentlichen Unfallaufnahme können Daten im Rahmen der Verkehrsunfallsachbearbeitung ergänzt, berichtigt und anschließend zur Auswertung freigegeben werden. Die gespeicherten Informationen ermöglichen es der Polizei, Entwicklungen des Unfallgeschehens zu beobachten und beispielsweise besonders unfallbelastete Straßen oder typische Unfallursachen zu erkennen.
Wenn du im Streifen-, Verkehrs- oder Verkehrsunfalldienst arbeitest, lieferst du mit einer sorgfältigen Unfallaufnahme wichtige Grundlagen für diese Datenauswertung. Die Ergebnisse können für gezielte Verkehrsüberwachung, Unfallprävention und die Untersuchung von Unfallhäufungsstellen genutzt werden. Dabei geht es nicht nur um einzelne Unfälle, sondern auch darum, Muster über längere Zeiträume sichtbar zu machen und geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit abzuleiten. Die konkrete Bezeichnung und das verwendete Informationssystem sind nicht bundesweit einheitlich, weshalb die VUD vor allem im jeweiligen organisatorischen Zusammenhang betrachtet werden muss. Für dich ist die Verkehrsunfalldatei deshalb besonders als Instrument wichtig, das polizeiliche Unfallaufnahme mit statistischer Auswertung und langfristiger Verkehrssicherheitsarbeit verbindet.
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