Kriminaldauerdienst (KDD)
Polizei-Abkürzungen
Der Kriminaldauerdienst (KDD) ist eine Organisationseinheit der Kriminalpolizei, die insbesondere außerhalb der üblichen Bürozeiten die Bearbeitung wichtiger kriminalpolizeilicher Sachverhalte sicherstellt. Je nach Polizeibehörde ist der KDD rund um die Uhr besetzt und dient als zentrale Anlaufstelle für kriminalpolizeiliche Aufgaben. Seine Einsatzkräfte übernehmen häufig den sogenannten ersten Angriff, also die ersten notwendigen Ermittlungs- und Sicherungsmaßnahmen nach einer Straftat. Dazu können die Spurensicherung am Tatort, erste Vernehmungen, Fahndungsmaßnahmen und weitere Ermittlungen gehören. Typische Einsatzanlässe sind beispielsweise schwere Gewalt- und Sexualdelikte, ungeklärte Todesfälle, Raubüberfälle, Einbrüche oder Branddelikte.
Wenn du später bei der Kriminalpolizei arbeitest, kann der Dienst beim KDD besonders abwechslungsreich sein, weil du mit sehr unterschiedlichen und teilweise schweren Straftaten konfrontiert wirst. Du musst Tatorte sorgfältig bearbeiten, erste Ermittlungsansätze erkennen und wichtige Informationen für die anschließend zuständigen Fachkommissariate sichern. Da der Kriminaldauerdienst auch nachts, an Wochenenden und Feiertagen benötigt wird, gehört Schichtdienst in der Regel zu diesem Tätigkeitsbereich. Die genaue Organisation und Zuständigkeit des KDD unterscheidet sich zwischen den Bundesländern und Polizeibehörden, sodass nicht jede Polizei eine Dienststelle mit genau dieser Bezeichnung besitzt. Für dich ist der KDD deshalb vor allem als kriminalpolizeiliche Einheit wichtig, die eine schnelle und qualifizierte Bearbeitung von Straftaten auch außerhalb regulärer Dienstzeiten gewährleistet.
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