Höherer Polizeivollzugsdienst (hPVD)
Der höhere Polizeivollzugsdienst (hPVD) ist die Laufbahn beziehungsweise Qualifikationsebene für besonders anspruchsvolle Führungs- und Leitungsaufgaben innerhalb der Polizei. Angehörige des hPVD übernehmen häufig Verantwortung für größere Dienststellen, Organisationseinheiten oder umfangreiche Polizeieinsätze. Sie können beispielsweise Polizeidirektionen, Inspektionen oder andere größere Organisationseinheiten leiten und in Stäben sowie in strategischen Funktionen eingesetzt werden. Neben Führungsfähigkeit spielen dabei rechtliche, organisatorische, taktische und wissenschaftliche Kenntnisse eine wichtige Rolle. Die Qualifizierung für den höheren Polizeivollzugsdienst erfolgt grundsätzlich über ein weiterführendes Studium, wobei die Deutsche Hochschule der Polizei (DHPol) in Münster eine zentrale Rolle spielt.
Wie der Zugang zum hPVD genau geregelt ist, unterscheidet sich zwischen Bund und Ländern. Bei der Polizei Hessen besteht eine zweigeteilte Laufbahn aus gehobenem und höherem Polizeivollzugsdienst, sodass geeignete Beamte nach Berufserfahrung und einem Auswahlverfahren in den höheren Dienst aufsteigen können. Anschließend führt der entsprechende Masterstudiengang an der Deutschen Hochschule der Polizei zur Qualifikation für den höheren Polizeivollzugsdienst. Die Abkürzung hPVD begegnet dir deshalb vor allem im Zusammenhang mit Laufbahnen, Auswahlverfahren, Führungsfunktionen und Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb der Polizei. Als Polizeibewerber solltest du den hPVD vom gehobenen Polizeivollzugsdienst (gPVD) und, bei Polizeien mit entsprechender Laufbahn, vom mittleren Polizeivollzugsdienst (mPVD) unterscheiden können.
empfohlen von:
