Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER)
Polizei-Abkürzungen
Eine Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) ist eine spezialisierte Einheit, in der Polizei und Zollfahndung gemeinsam gegen schwere Rauschgiftkriminalität vorgehen. Solche Ermittlungsgruppen bestehen in verschiedenen Regionen Deutschlands und bündeln die Kenntnisse und Befugnisse beider Behörden. Ein Beispiel ist die GER Hessen, in der Ermittler des Hessischen Landeskriminalamts und des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main zusammenarbeiten. Im Mittelpunkt stehen besonders umfangreiche Ermittlungsverfahren gegen organisierte und grenzüberschreitende Rauschgiftkriminalität. Dabei geht es unter anderem um den Schmuggel, die Einfuhr und den Handel mit großen Mengen illegaler Drogen.
Die Ermittler können beispielsweise Täterstrukturen aufklären, Transporte verfolgen, Beweismittel auswerten und Durchsuchungen oder Festnahmen vorbereiten. Strafrechtliche Ermittlungen werden dabei unter der Sachleitung der zuständigen Staatsanwaltschaft geführt. Durch die Zusammenarbeit von Polizei und Zoll können Erkenntnisse aus unterschiedlichen Zuständigkeitsbereichen direkt zusammengeführt werden, was besonders bei international organisierten Tätergruppen wichtig ist. Die genaue Zusammensetzung einer GER hängt von der jeweiligen Region ab, beispielsweise arbeiten im Saarland Landespolizei und Zollfahndung bereits seit 1995 gemeinsam in einer solchen Einheit. Als Polizeibewerber solltest du die Abkürzung GER deshalb als Bezeichnung für eine gemeinsame spezialisierte Ermittlungsgruppe von Polizei und Zoll zur Bekämpfung schwerer und organisierter Rauschgiftkriminalität einordnen können.
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