Bundespolizei Ausbildung: Einstellungstest & Auswahlverfahren
Was verlangt die Bundespolizei im Sporttest, im schriftlichen und im mündlichen Auswahlverfahren?
Ausbildung zum Bundespolizisten: Einstellungstest und Auswahlverfahren
Wer Bundespolizist oder Bundespolizistin werden möchte, muss vor der Ausbildung beziehungsweise dem Studium ein mehrstufiges Auswahlverfahren der Bundespolizei bestehen. Dabei werden je nach Laufbahn sprachliche oder kognitive Fähigkeiten, körperliche Fitness, Persönlichkeit, Motivation und gesundheitliche Eignung geprüft. Im mittleren Polizeivollzugsdienst steht im schriftlichen Teil derzeit ein Diktat auf dem Programm. Für den gehobenen Polizeivollzugsdienst gehören ein Intelligenztest und ein Kurzaufsatz zum schriftlichen Verfahren. Danach folgen Sporttest, mündliche Auswahl und polizeiärztliche Untersuchung. Die Anforderungen unterscheiden sich also deutlich danach, ob du dich für die Ausbildung im mittleren oder das Studium im gehobenen Dienst bewirbst.
Bundespolizei Einstellungstest
- Testart: mehrstufiges Auswahlverfahren mit schriftlichem Test, Sporttest, mündlicher Auswahl und polizeiärztlicher Untersuchung
- Mittlerer Dienst: Diktat, Sporttest, Vorstellungsgespräch, polizeiärztliche Untersuchung
- Gehobener Dienst: Intelligenztest, Kurzaufsatz, Sporttest, Assessment-Center und polizeiärztliche Untersuchung
- Mögliche Testthemen: Rechtschreibung und Grammatik sowie im gehobenen Dienst verbale, numerische und figural-räumliche Intelligenz
- Dauer: aktuell für mittleren und gehobenen Dienst jeweils bis zu vier Tage; die konkrete Einteilung kann unterschiedlich ausfallen
- Intelligenztest: neun Aufgabengruppen, davon je drei zu verbaler, numerischer und figural-räumlicher Intelligenz; rund 90 Minuten
- Kurzaufsatz: 60 Minuten
- Sporttest: Koordinations-Test, 4-mal-10-Meter-Pendellauf und 12-Minuten-Lauf
- Vorbereitung: Deutsch, Intelligenztest, Sport, Allgemeinwissen, Bundespolizei, aktuelle politische und gesellschaftliche Themen sowie Motivation trainieren
- Besonderheit: Das Auswahlverfahren unterscheidet sich deutlich zwischen mittlerem und gehobenem Polizeivollzugsdienst.
Ausbildung oder Studium bei der Bundespolizei?
Für den klassischen Einstieg stehen vor allem zwei Laufbahnen zur Verfügung: der mittlere Polizeivollzugsdienst mit Ausbildung und der gehobene Polizeivollzugsdienst mit Studium. Die Ausbildung im mittleren Dienst dauert zweieinhalb Jahre beziehungsweise 30 Monate. Sie umfasst rund 4.600 Ausbildungsstunden sowie praktische Ausbildungsabschnitte und endet mit der Laufbahnprüfung. Das Studium für den gehobenen Polizeivollzugsdienst dauert drei Jahre und verbindet theoretische Studienabschnitte mit praktischen Verwendungen.
Für den mittleren Dienst brauchst du grundsätzlich einen mittleren Bildungsabschluss oder einen Hauptschulabschluss mit anschließender mindestens zweijähriger anerkannter Berufsausbildung. Für den gehobenen Dienst ist grundsätzlich Abitur oder Fachabitur erforderlich. Hinzu kommen weitere Anforderungen an Alter, Gesundheit, Schwimmfähigkeit und schulische Leistungen. Die Bundespolizei verlangt derzeit in Deutsch und Englisch mindestens die Note „ausreichend“ und in Sport mindestens „befriedigend“.
Wie läuft das Auswahlverfahren der Bundespolizei ab?
Das Auswahlverfahren besteht grundsätzlich aus schriftlichem Test, Sporttest, mündlicher Auswahl und polizeiärztlicher Untersuchung. Welche schriftlichen und mündlichen Prüfungen dich erwarten, hängt von deiner gewünschten Laufbahn ab.
Im mittleren Dienst schreibst du zunächst ein Diktat. Danach folgen der Sporttest, ein persönliches Vorstellungsgespräch und die polizeiärztliche Untersuchung. Im gehobenen Dienst besteht der schriftliche Teil aus Intelligenztest und Kurzaufsatz. Die mündliche Prüfung ist dort umfangreicher und findet als Assessment-Center mit Gruppendiskussion, Kurzvortrag und Interview statt. Die Bundespolizei nennt für beide Laufbahnen derzeit eine Dauer von bis zu vier Tagen.
Schriftlicher Einstellungstest der Bundespolizei
Deutsch und Diktat im mittleren Dienst
Im mittleren Polizeivollzugsdienst besteht der schriftliche Test aktuell aus einem Diktat mit ungefähr 180 bis 250 Wörtern. Geprüft werden insbesondere Rechtschreibung und Grammatik, weil schriftliche Berichte und Protokolle zum Polizeialltag gehören.
Die Bundespolizei empfiehlt unter anderem, S-Laute, Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung sowie Zeichensetzung zu wiederholen. Gerade Kommasetzung und typische Rechtschreibfehler solltest du sicher beherrschen. Beim Training solltest du außerdem nicht nur einzelne Wörter lernen, sondern regelmäßig längere Texte diktieren lassen und anschließend systematisch korrigieren.
Beispielaufgabe 1: Deutsch und Rechtschreibung (leicht)
In welchem Satz ist die Schreibweise vollständig korrekt?
A. Der Beamte überprüft die Personalien sorgfältig.
B. Der Beamte überprüft die Personahlien sorgfältig.
C. Der Beamte überprüft die Personalien sorgfälltig.
D. Der Beamte überprühft die Personalien sorgfältig.
E. Der Beamte überprüft die Personalien sorgfeltig.
Beispielaufgabe 2: Deutsch und Rechtschreibung (leicht)
Welche Schreibweise ist richtig?
A. Die Einsatzkräfte wissen das der Zug verspätet ist.
B. Die Einsatzkräfte wissen, dass der Zug verspätet ist.
C. Die Einsatzkräfte wissen, daß der Zug verspätet ist.
D. Die Einsatzkräfte wißen, dass der Zug verspätet ist.
E. Die Einsatzkräfte wissen dass, der Zug verspätet ist.
Beispielaufgabe 3: Deutsch und Rechtschreibung (mittel)
In welchem Satz sind alle Kommas richtig gesetzt?
A. Nachdem die Kontrolle beendet war setzten die Beamten ihren Streifengang fort.
B. Nachdem die Kontrolle, beendet war, setzten die Beamten ihren Streifengang fort.
C. Nachdem die Kontrolle beendet war, setzten die Beamten ihren Streifengang fort.
D. Nachdem, die Kontrolle beendet war setzten die Beamten ihren Streifengang fort.
E. Nachdem die Kontrolle beendet war setzten, die Beamten ihren Streifengang fort.
Beispielaufgabe 4: Deutsch und Rechtschreibung (mittel)
Welche Formulierung ist korrekt?
A. Der Reisende wurde daraufhingewiesen, den Bahnsteig zu verlassen.
B. Der Reisende wurde darauf hin gewiesen, den Bahnsteig zu verlassen.
C. Der Reisende wurde darauf hingewiesen, den Bahnsteig zu verlassen.
D. Der Reisende wurde darrauf hingewiesen, den Bahnsteig zu verlassen.
E. Der Reisende wurde darauf hingewiesen den Bahnsteig, zu verlassen.
Beispielaufgabe 5: Deutsch und Rechtschreibung (schwer)
Welcher Satz ist sprachlich und grammatikalisch korrekt?
A. Weder der Beamte noch seine Kollegin konnten erklären, weshalb die Unterlagen fehlten.
B. Weder der Beamte, noch seine Kollegin konnten erklären weshalb die Unterlagen fehlten.
C. Weder der Beamte noch seine Kollegin konnte erklären, weshalb die Unterlagen fehlten.
D. Weder der Beamte noch seine Kollegin konnten erklären, weswegen fehlten die Unterlagen.
E. Weder der Beamte noch seine Kollegin, konnten erklären, weshalb die Unterlagen fehlten.
Kurzaufsatz im gehobenen Dienst
Im gehobenen Polizeivollzugsdienst musst du einen Kurzaufsatz beziehungsweise eine Kurzerörterung schreiben. Dafür stehen aktuell 60 Minuten zur Verfügung. Bewertet werden unter anderem logischer Aufbau, Argumentation, Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik, Sprachniveau und ein erkennbarer roter Faden. Eine feste Mindestwortzahl nennt die Bundespolizei nicht.
Das Thema kann sich an aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen orientieren. Gefordert werden je nach Aufgabenstellung eine sachbezogene lineare oder eine dialektische beziehungsweise problembezogene Erörterung. Ein gutes Argument sollte nicht nur aus einer Behauptung bestehen, sondern begründet und möglichst durch ein passendes Beispiel gestützt werden.
Intelligenztest im gehobenen Dienst
Der Intelligenztest der Bundespolizei gehört aktuell zum Auswahlverfahren für den gehobenen Polizeivollzugsdienst. Er besteht aus neun Aufgabengruppen: jeweils drei testen verbale, numerische und figural-räumliche Intelligenz. Insgesamt stehen dafür ungefähr 90 Minuten zur Verfügung. Die Bundespolizei weist ausdrücklich darauf hin, dass die Zeit knapp bemessen ist und nicht unbedingt alle Aufgaben bearbeitet werden können.
Verbale Intelligenz
Bei der verbalen Intelligenz geht es darum, sprachliche Zusammenhänge schnell und logisch zu erkennen. Die Bundespolizei nennt derzeit Wortanalogien, das Finden gemeinsamer Oberbegriffe und Satzergänzungen als typische Aufgabenformen.
Du solltest deshalb Wortbedeutungen sicher erfassen und Beziehungen zwischen Begriffen erkennen können. Entscheidend ist nicht nur ein großer Wortschatz, sondern auch die Fähigkeit, unter Zeitdruck sprachliche Regeln zu erkennen und auf neue Begriffe zu übertragen.
Beispielaufgabe 1: Verbale Intelligenz (leicht)
Fuß verhält sich zu Schuh wie Hand zu …
A. Jacke
B. Handschuh
C. Socke
D. Mütze
E. Gürtel
Beispielaufgabe 2: Verbale Intelligenz (leicht)
Welcher Oberbegriff passt zu „Bus“, „Zug“ und „Straßenbahn“?
A. Gebäude
B. Verkehrsmittel
C. Straßen
D. Berufe
E. Werkzeuge
Beispielaufgabe 3: Verbale Intelligenz (mittel)
Vervollständige sinnvoll:
„Obwohl der Einsatz bereits beendet war, …“
A. die Beamten sichern den Bereich.
B. sicherten die Beamten weiterhin den Bereich.
C. der Bereich weiterhin gesichert.
D. Beamten trotzdem Bereich.
E. sichern Bereich die Beamten.
Beispielaufgabe 4: Verbale Intelligenz (mittel)
„Ursache“ verhält sich zu „Wirkung“ wie „Frage“ zu …
A. Antwort
B. Sprache
C. Wissen
D. Prüfung
E. Aussage
Beispielaufgabe 5: Verbale Intelligenz (schwer)
Welches Wortpaar weist die gleiche Beziehung auf wie „Gesetz – Regelung“?
A. Motor – Geschwindigkeit
B. Wörterbuch – Sprache
C. Vertrag – Vereinbarung
D. Beamter – Dienststelle
E. Straße – Fahrzeug
Numerische Intelligenz
Bei der numerischen Intelligenz werden mathematisches Denken und logisches Zahlenverständnis geprüft. Zu den von der Bundespolizei genannten Aufgaben gehören Zahlenreihen, Rechenaufgaben unter Zeitdruck und das Ergänzen fehlender Rechenzeichen. Teilweise sind Nebenrechnungen möglich.
Du solltest vor allem die Grundrechenarten sicher beherrschen und Zahlenmuster schnell erkennen. Bei Zahlenreihen lohnt es sich, zunächst die Abstände zwischen den Zahlen zu untersuchen und danach nach Multiplikationen, Divisionen oder wechselnden Regeln zu suchen.
Beispielaufgabe 1: Numerische Intelligenz (leicht)
Wie viel sind 18 + 27?
A. 35
B. 40
C. 45
D. 46
E. 55
Beispielaufgabe 2: Numerische Intelligenz (leicht)
Welche Zahl setzt die Reihe fort?
A. 18
B. 20
C. 21
D. 22
E. 24
Beispielaufgabe 3: Numerische Intelligenz (mittel)
Welche Zahl setzt die Reihe fort?
2 – 6 – 12 – 20 – ?
A. 24
B. 26
C. 28
D. 30
E. 32
Beispielaufgabe 4: Numerische Intelligenz (mittel)
Welches Rechenzeichen muss eingesetzt werden?
48 ? 6 = 8
A. +
B. −
C. ×
D. ÷
E. %
Beispielaufgabe 5: Numerische Intelligenz (schwer)
Welche Zahl setzt die Reihe fort?
2 – 5 – 11 – 23 – 47 – ?
A. 71
B. 82
C. 94
D. 95
E. 96
Figural-räumliche Intelligenz
Bei der figural-räumlichen Intelligenz werden räumliches Vorstellungsvermögen und logische Mustererkennung getestet. Die Bundespolizei nennt beispielsweise das Zusammensetzen von Figuren, Würfelaufgaben und das Ergänzen fehlender Figuren.
Für diese Aufgaben solltest du lernen, Formen gedanklich zu drehen, Veränderungen in Figurenfolgen zu erkennen und Würfel räumlich vorzustellen. Entscheidend ist häufig nicht kompliziertes Vorwissen, sondern ein systematischer Blick auf Drehung, Position, Anzahl und Richtung einzelner Elemente.
Beispielaufgabe 1: Figural-räumliche Intelligenz (leicht)
Ein Pfeil zeigt nach oben. Er wird um 90 Grad im Uhrzeigersinn gedreht. Wohin zeigt er anschließend?
A. nach oben
B. nach rechts
C. nach unten
D. nach links
E. diagonal nach links
Beispielaufgabe 2: Figural-räumliche Intelligenz (leicht)
Welche Richtung setzt die Folge fort?
oben – rechts – unten – ?
A. oben
B. rechts
C. unten
D. links
E. diagonal
Beispielaufgabe 3: Figural-räumliche Intelligenz (mittel)
Du blickst nach Norden. Du drehst dich zunächst um 90 Grad nach rechts und anschließend um 180 Grad. In welche Richtung blickst du?
A. Norden
B. Osten
C. Süden
D. Westen
E. Nordosten
Beispielaufgabe 4: Figural-räumliche Intelligenz (mittel)
Ein Würfel besitzt die gegenüberliegenden Flächenpaare 1–6, 2–5 und 3–4. Welche Fläche liegt der 3 gegenüber?
A. 1
B. 2
C. 4
D. 5
E. 6
Beispielaufgabe 5: Figural-räumliche Intelligenz (schwer)
Ein Würfelnetz besteht aus einem mittleren Feld A. Direkt darüber liegt B, darunter C, links D und rechts E. Über B befindet sich F. Welche Fläche liegt nach dem Zusammenfalten A gegenüber?
A. B
B. C
C. D
D. E
E. F
Sporttest der Bundespolizei
Der Sporttest ist für Bewerberinnen und Bewerber im mittleren und gehobenen Polizeivollzugsdienst gleich aufgebaut. Er umfasst einen Koordinations-Test, einen Pendellauf über viermal zehn Meter und einen 12-Minuten-Lauf.
Der Koordinations-Test prüft unter anderem Bewegungsschnelligkeit, Stütz- und Rumpfkraft sowie Konzentration und Koordination. Beim Pendellauf werden Schnelligkeit, Schnellkraft und Gewandtheit gefordert. Der 12-Minuten-Lauf testet die Ausdauer. Nach dem aktuell veröffentlichten Informationsblatt scheidest du aus dem weiteren Verfahren aus, wenn du insgesamt weniger als sechs Punkte erreichst oder eine der Übungen mit null Punkten bewertet wird.
Für den Sporttest ist langfristiges Training sinnvoller als kurzfristige Höchstbelastung. Übe den 12-Minuten-Lauf regelmäßig und trainiere zusätzlich Sprint, Richtungswechsel, Koordination und Rumpfstabilität. Besonders den Koordinationsparcours solltest du vorab in seinem Ablauf verstehen, damit du am Testtag keine Zeit durch Unsicherheit verlierst.
Vorstellungsgespräch im mittleren Dienst
Im mittleren Dienst folgt nach den vorherigen Prüfungsteilen ein persönliches Vorstellungsgespräch. Die Bundespolizei möchte dabei deine Persönlichkeit, deine Motivation, deine Stärken und dein Wissen über die Bundespolizei kennenlernen. Auch Allgemeinwissen zu Staatsaufbau, deutscher Geschichte und aktuellen politischen Themen kann angesprochen werden.
Bereite dich deshalb nicht nur auf die Frage „Warum möchtest du zur Bundespolizei?“ vor. Du solltest erklären können, welche Aufgaben die Bundespolizei übernimmt, weshalb der Polizeiberuf zu dir passt und was du von Ausbildung und Berufsalltag erwartest. Verfolge außerdem Nachrichten und beschäftige dich mit grundlegenden politischen und gesellschaftlichen Themen.
Assessment-Center im gehobenen Dienst
Im gehobenen Dienst ist die mündliche Auswahl umfangreicher. Das Assessment-Center besteht aktuell aus Gruppendiskussion, Kurzvortrag und Interview. Dabei werden unter anderem Kommunikation, Argumentation, Auftreten, soziale Kompetenz und Motivation sichtbar.
Bei der Gruppendiskussion vertrittst du eine Position zu einem aktuellen Thema und setzt dich mit Gegenargumenten auseinander. Für den Kurzvortrag kannst du aus mehreren Themen auswählen und erhältst Materialien zur Vorbereitung. Anschließend folgt ein persönliches Interview. Gute Vorbereitung bedeutet deshalb nicht, fertige Antworten auswendig zu lernen, sondern aktuelle Themen zu verfolgen, strukturiert zu argumentieren und die eigene Motivation glaubwürdig erklären zu können.
Polizeiärztliche Untersuchung
Zum Auswahlverfahren gehört außerdem eine polizeiärztliche Untersuchung. Sie soll feststellen, ob du den körperlichen und gesundheitlichen Anforderungen des Polizeivollzugsdienstes gewachsen bist. Die Untersuchung ist für die Einstellung entscheidend, denn Polizeidiensttauglichkeit gehört zu den grundlegenden Voraussetzungen.
Informiere dich rechtzeitig über die aktuellen gesundheitlichen Anforderungen und die Unterlagen, die du zum Untersuchungstermin mitbringen musst. Brillen, Sehleistung, frühere Erkrankungen oder medizinische Behandlungen können dabei eine Rolle spielen. Verbindlich beurteilen kann deine Polizeidiensttauglichkeit letztlich nur die zuständige medizinische Stelle der Bundespolizei.
Ist der Bundespolizei Einstellungstest adaptiv?
Nach den aktuell veröffentlichten Informationen beschreibt die Bundespolizei ihren Intelligenztest nicht als adaptiven Test. Offiziell genannt werden neun Aufgabengruppen und eine Bearbeitungszeit von ungefähr 90 Minuten; die Aufgabengruppen werden vor Beginn anhand von Beispielen erklärt.
Du solltest deshalb nicht davon ausgehen, dass sich der Schwierigkeitsgrad nach jeder Antwort automatisch an deine vorherige Leistung anpasst. Für deine Vorbereitung ist wichtiger, die genannten Aufgabentypen sicher zu beherrschen und auch unter Zeitdruck konzentriert weiterzuarbeiten.
Wie schwer ist der Bundespolizei Einstellungstest?
Der Einstellungstest ist anspruchsvoll, aber mit systematischer Vorbereitung gut trainierbar. Die Schwierigkeit liegt vor allem darin, mehrere sehr unterschiedliche Anforderungen innerhalb eines mehrtägigen Auswahlverfahrens erfüllen zu müssen.
Im gehobenen Dienst kommt beim Intelligenztest zusätzlich deutlicher Zeitdruck hinzu. Die Bundespolizei weist selbst darauf hin, dass es normal sein kann, innerhalb der rund 90 Minuten nicht alle Aufgaben zu lösen. Gleichzeitig reicht es nicht, sich ausschließlich auf schriftliche Aufgaben vorzubereiten: Sport, Auftreten, Motivation, Allgemeinwissen und gesundheitliche Eignung fließen ebenfalls in das Verfahren ein.
So bereitest du dich auf den Bundespolizei Einstellungstest vor
Beginne möglichst früh und orientiere deine Vorbereitung an deiner Laufbahn. Für den mittleren Dienst solltest du vor allem Rechtschreibung, Grammatik und Diktate trainieren. Für den gehobenen Dienst kommen verbale, numerische und figural-räumliche Aufgaben sowie das Schreiben strukturierter Erörterungen hinzu. Die Bundespolizei stellt für beide Laufbahnen außerdem eigene Übungs- und Informationsangebote bereit.
Trainiere parallel deine körperliche Leistungsfähigkeit. Der 12-Minuten-Lauf lässt sich nur begrenzt kurzfristig verbessern, deshalb solltest du Ausdauertraining mit Sprint-, Kraft- und Koordinationseinheiten kombinieren. Für Vorstellungsgespräch und Assessment-Center solltest du dich mit Aufgaben, Aufbau und Einsatzbereichen der Bundespolizei auseinandersetzen und regelmäßig aktuelle Nachrichten verfolgen. Besonders wichtig ist, deine Motivation nicht als vorgefertigten Satz zu lernen, sondern nachvollziehbar mit deinen eigenen Interessen, Fähigkeiten und Vorstellungen vom Polizeiberuf zu verbinden.
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