Wachpolizei
Polizei-ABC
Die Wachpolizei ist eine besondere Organisationseinheit, die es nicht in allen Bundesländern gibt. Ihre Aufgaben bestehen vor allem darin, den regulären Polizeivollzugsdienst bei bestimmten Tätigkeiten zu entlasten. Dazu gehören beispielsweise der Objektschutz, Bewachungsaufgaben oder die Sicherung bestimmter Einrichtungen. Die Zuständigkeiten, Ausbildung und Einstellungsvoraussetzungen unterscheiden sich je nach Bundesland deutlich. Die Wachpolizei ist daher nicht mit dem regulären Polizeivollzugsdienst der Schutzpolizei gleichzusetzen.
Inhalte:
Was ist die Wachpolizei?
Die Wachpolizei unterstützt die Polizei bei Aufgaben, die keine vollständige Ausbildung für den allgemeinen Polizeivollzugsdienst erfordern. Sie übernimmt vor allem Sicherungs- und Bewachungsaufgaben und trägt dazu bei, dass Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte für andere Einsätze zur Verfügung stehen.
Da die Wachpolizei landesrechtlich geregelt ist, gibt es sie nicht in allen Bundesländern. Auch Bezeichnungen, Aufgaben und Befugnisse können unterschiedlich sein.
Welche Aufgaben übernimmt sie?
Die Wachpolizei übernimmt vor allem unterstützende Aufgaben im Bereich der öffentlichen Sicherheit.
Typische Einsatzbereiche sind:
- Objektschutz an Behörden und öffentlichen Einrichtungen
- Bewachung sicherheitsrelevanter Gebäude
- Sicherung von Einsatzorten
- Unterstützungsaufgaben bei Veranstaltungen
- Zugangskontrollen und Kontrollaufgaben
Je nach Bundesland können weitere Aufgaben hinzukommen oder einzelne Tätigkeiten abweichen.
Wie wirst du Mitglied der Wachpolizei?
Die Einstellungsvoraussetzungen unterscheiden sich je nach Bundesland. In der Regel musst du ein eigenes Auswahlverfahren erfolgreich bestehen und eine spezielle Ausbildung absolvieren. Diese ist meist kürzer als die Ausbildung für den regulären Polizeivollzugsdienst.
Nach erfolgreichem Abschluss wirst du in den vorgesehenen Einsatzbereichen der Wachpolizei eingesetzt. Ob später ein Wechsel in den regulären Polizeivollzugsdienst möglich ist, richtet sich nach den jeweiligen landesrechtlichen Regelungen.
Welche Unterschiede gibt es zum Polizeivollzugsdienst?
Der wichtigste Unterschied besteht darin, dass Angehörige der Wachpolizei in der Regel einen klar abgegrenzten Aufgabenbereich haben. Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte übernehmen dagegen das gesamte Spektrum polizeilicher Aufgaben – von der Gefahrenabwehr über die Strafverfolgung bis hin zur Verkehrssicherheitsarbeit.
Auch Ausbildung, Befugnisse und Karrierewege unterscheiden sich. Wer eine Laufbahn im Polizeivollzugsdienst anstrebt, muss grundsätzlich die reguläre Polizeiausbildung oder das duale Studium absolvieren.
Tipp zur Vorbereitung
Informiere dich genau, ob deine Wunschpolizei eine Wachpolizei besitzt und welche Aufgaben sowie Entwicklungsmöglichkeiten dort bestehen. Wenn du langfristig im Polizeivollzugsdienst arbeiten möchtest, solltest du außerdem die Unterschiede zwischen beiden Laufbahnen kennen und dich gezielt auf das jeweilige Auswahlverfahren vorbereiten.
Der Ausbildungspark Verlag gehört seit vielen Jahren zu den führenden Fachverlagen für die Vorbereitung auf Auswahlverfahren im öffentlichen Dienst. Die Vorbereitungsmaterialien werden von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) empfohlen und unterstützen dich dabei, dich gezielt auf den Einstellungstest, den Sporttest und die weiteren Bestandteile des Polizei-Auswahlverfahrens vorzubereiten.
Fazit
Die Wachpolizei unterstützt den regulären Polizeivollzugsdienst bei Sicherungs- und Bewachungsaufgaben. Da Organisation, Befugnisse und Ausbildung je nach Bundesland unterschiedlich geregelt sind, solltest du dich frühzeitig über die Voraussetzungen und Einsatzmöglichkeiten informieren. Wer eine vielseitige Laufbahn im Polizeivollzugsdienst anstrebt, absolviert in der Regel die reguläre Polizeiausbildung oder ein duales Studium.
empfohlen von:
