Umschulung
Polizei-ABC
Eine klassische Umschulung zur Polizei gibt es in Deutschland grundsätzlich nicht. Wer Polizeibeamtin oder Polizeibeamter werden möchte, muss – unabhängig vom bisherigen Beruf – das reguläre Auswahlverfahren erfolgreich bestehen und anschließend die vorgeschriebene Ausbildung oder das duale Studium absolvieren. Berufserfahrungen aus einer früheren Tätigkeit können jedoch bei der Bewerbung von Vorteil sein. Darüber hinaus bieten einige Polizeibehörden Quereinstiegsmöglichkeiten für bestimmte zivile Fachbereiche an.
Inhalte:
Gibt es eine Umschulung zur Polizei?
Nein. Für den Polizeivollzugsdienst existiert keine klassische Umschulung. Auch wenn du bereits einen anderen Beruf erlernt oder mehrere Jahre gearbeitet hast, erfolgt der Einstieg grundsätzlich über die reguläre Ausbildung oder das duale Studium.
Der Grund dafür ist, dass der Polizeiberuf umfangreiche rechtliche, taktische und praktische Inhalte vermittelt, die nur im Rahmen der polizeilichen Ausbildung oder des Studiums erlernt werden können.
Welche Möglichkeiten haben Berufswechsler?
Viele Bewerberinnen und Bewerber entscheiden sich erst nach einer Ausbildung oder mehreren Berufsjahren für eine Karriere bei der Polizei. Ein Berufswechsel ist grundsätzlich möglich, sofern du alle Einstellungsvoraussetzungen erfüllst und das Auswahlverfahren erfolgreich bestehst.
Darüber hinaus suchen viele Polizeibehörden Fachkräfte für zivile Tätigkeiten, beispielsweise in den Bereichen Informationstechnik, Verwaltung, Kriminaltechnik oder Forensik. Für diese Bereiche gelten jeweils eigene Zugangsvoraussetzungen.
Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?
Unabhängig von deinem bisherigen Beruf musst du die formalen Voraussetzungen deiner Wunschpolizei erfüllen. Dazu gehören unter anderem der erforderliche Schulabschluss oder eine anerkannte Hochschulzugangsberechtigung, die gesundheitliche Eignung sowie das erfolgreiche Bestehen des Auswahlverfahrens.
Je nach Polizeibehörde gehören zum Auswahlverfahren beispielsweise ein Computertest, ein Sporttest, ein Vorstellungsgespräch und eine polizeiärztliche Untersuchung.
Welche Vorteile bringt Berufserfahrung?
Berufserfahrung kann dir im Auswahlverfahren und später im Polizeiberuf zugutekommen. Viele Berufswechsler bringen bereits Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke oder Erfahrungen im Umgang mit Menschen mit.
Diese Kompetenzen sind im Polizeiberuf von großem Wert und können dir insbesondere im Vorstellungsgespräch oder bei praktischen Übungen zugutekommen. Dennoch ersetzt Berufserfahrung nicht die vorgeschriebene polizeiliche Ausbildung oder das Studium.
Tipp zur Vorbereitung
Wenn du einen Berufswechsel planst, informiere dich frühzeitig über die Einstellungsvoraussetzungen deiner Wunschpolizei. Nutze deine bisherigen Erfahrungen als Stärke und bereite dich gezielt auf alle Bestandteile des Auswahlverfahrens vor.
Der Ausbildungspark Verlag gehört seit vielen Jahren zu den führenden Fachverlagen für die Vorbereitung auf Auswahlverfahren im öffentlichen Dienst. Die Vorbereitungsmaterialien werden von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) empfohlen und unterstützen dich dabei, dich gezielt auf den Einstellungstest, den Sporttest und die weiteren Bestandteile des Polizei-Auswahlverfahrens vorzubereiten.
Fazit
Eine klassische Umschulung zur Polizei gibt es nicht. Der Einstieg in den Polizeivollzugsdienst erfolgt grundsätzlich über die reguläre Ausbildung oder das duale Studium. Berufserfahrung aus anderen Tätigkeiten kann jedoch ein Vorteil sein und dir helfen, dich erfolgreich im Auswahlverfahren und später im Polizeiberuf zu behaupten.
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