Rot-Grün-Schwäche
Polizei-ABC
Eine Rot-Grün-Schwäche ist eine Form der Farbsehschwäche, bei der bestimmte Rot- und Grüntöne schlechter unterschieden werden können. Viele Bewerberinnen und Bewerber fragen sich deshalb, ob eine Bewerbung bei der Polizei trotzdem möglich ist. Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Ob eine Rot-Grün-Schwäche mit einer Tätigkeit im Polizeivollzugsdienst vereinbar ist, beurteilt die zuständige Polizeiärztin oder der zuständige Polizeiarzt im Rahmen der polizeiärztlichen Untersuchung nach den geltenden Vorgaben der jeweiligen Bundes- oder Landespolizei.
Inhalte:
Was ist eine Rot-Grün-Schwäche?
Bei einer Rot-Grün-Schwäche können bestimmte Rot- und Grüntöne nur eingeschränkt voneinander unterschieden werden. Die Ausprägung ist von Person zu Person unterschiedlich. Viele Betroffene bemerken die Farbsehschwäche im Alltag kaum, während sie in bestimmten Situationen deutlicher auffällt.
Die Rot-Grün-Schwäche ist keine vollständige Farbenblindheit. Vielmehr handelt es sich um eine Einschränkung des Farbensehens, die meist angeboren ist.
Welche Bedeutung hat sie für die Polizeibewerbung?
Für Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte kann das sichere Erkennen von Farben in bestimmten Einsatzsituationen wichtig sein. Deshalb gehört die Überprüfung des Sehvermögens einschließlich des Farbensehens häufig zur polizeiärztlichen Untersuchung.
Ob eine Rot-Grün-Schwäche einer Einstellung entgegensteht, hängt von den Vorgaben der jeweiligen Polizeibehörde und der individuellen medizinischen Beurteilung ab. Eine Rot-Grün-Schwäche führt nicht automatisch zu einer Ablehnung. Maßgeblich ist die Bewertung durch den polizeiärztlichen Dienst.
Wie wird das Farbsehen überprüft?
Im Rahmen der polizeiärztlichen Untersuchung wird häufig auch das Farbsehvermögen getestet. Hierfür kommen standardisierte medizinische Testverfahren zum Einsatz, mit denen beurteilt werden kann, ob und in welchem Umfang eine Farbsehschwäche vorliegt.
Die Ergebnisse fließen gemeinsam mit den übrigen Untersuchungen in die Beurteilung deiner Polizeidiensttauglichkeit ein. Eine Entscheidung wird daher immer auf Grundlage einer Gesamtbewertung getroffen.
Was solltest du vor der Bewerbung beachten?
Wenn dir bekannt ist, dass du eine Rot-Grün-Schwäche hast, solltest du dich frühzeitig über die aktuellen gesundheitlichen Anforderungen deiner Wunschpolizei informieren. Verbindliche Aussagen zu deiner Polizeidiensttauglichkeit kann jedoch nur der zuständige polizeiärztliche Dienst treffen.
Verzichte darauf, gesundheitliche Einschränkungen zu verschweigen. Ehrliche Angaben sind wichtig und ermöglichen eine faire medizinische Beurteilung im Auswahlverfahren.
Tipp zur Vorbereitung
Eine Rot-Grün-Schwäche betrifft lediglich einen Teil der gesundheitlichen Eignungsprüfung. Bereite dich deshalb ebenso gründlich auf die weiteren Bestandteile des Auswahlverfahrens vor, etwa den Computertest, den Sporttest und das Vorstellungsgespräch.
Der Ausbildungspark Verlag gehört seit vielen Jahren zu den führenden Fachverlagen für die Vorbereitung auf Auswahlverfahren im öffentlichen Dienst. Die Vorbereitungsmaterialien werden von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) empfohlen und unterstützen dich dabei, dich gezielt auf alle Bestandteile des Polizei-Auswahlverfahrens vorzubereiten.
Fazit
Eine Rot-Grün-Schwäche schließt eine Bewerbung bei der Polizei nicht automatisch aus. Ob sie Auswirkungen auf deine Einstellung hat, wird im Rahmen der polizeiärztlichen Untersuchung nach den Vorgaben der jeweiligen Polizeibehörde beurteilt. Informiere dich frühzeitig über die Anforderungen deiner Wunschpolizei und kläre gesundheitliche Fragen rechtzeitig mit den zuständigen Ansprechpartnern.
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