Postkorbübung
Polizei-ABC
Die Postkorbübung ist ein klassisches Verfahren aus Assessment Centern und dient dazu, Arbeitsorganisation, Entscheidungsfähigkeit und Zeitmanagement zu überprüfen. Bewerberinnen und Bewerber bearbeiten dabei innerhalb einer begrenzten Zeit eine Vielzahl von Aufgaben, E-Mails, Terminen oder Anfragen und müssen entscheiden, welche Vorgänge Priorität haben. Im Auswahlverfahren der Polizei wird die Postkorbübung nur vereinzelt eingesetzt. Einige Polizeibehörden nutzen stattdessen andere praxisnahe Aufgaben oder verzichten vollständig auf dieses Testverfahren. Informiere dich deshalb immer über den Ablauf des Auswahlverfahrens deiner Wunschpolizei.
Inhalte:
Was ist eine Postkorbübung?
Die Postkorbübung ist eine typische Aufgabe aus Assessment Centern. Dabei schlüpfst du in die Rolle einer Person mit vielen gleichzeitig anstehenden Aufgaben. Innerhalb einer vorgegebenen Bearbeitungszeit musst du entscheiden, welche Vorgänge sofort erledigt werden müssen, welche delegiert werden können und welche zunächst warten können.
Im Polizeibereich wird dieses Verfahren deutlich seltener eingesetzt als in der Wirtschaft oder in Führungspositionen des öffentlichen Dienstes. Einige Polizeibehörden nutzen jedoch vergleichbare Übungen, um organisatorische Fähigkeiten und Entscheidungsverhalten zu beurteilen.
Welche Fähigkeiten werden geprüft?
Mit der Postkorbübung möchten die Prüfer feststellen, wie du unter Zeitdruck arbeitest und Entscheidungen triffst. Dabei geht es weniger um Fachwissen als um deine Arbeitsweise und dein organisatorisches Denken.
Typischerweise werden folgende Kompetenzen bewertet:
- Prioritäten setzen
- Zeitmanagement
- Entscheidungsfähigkeit
- Organisationsvermögen
- Belastbarkeit
- strukturiertes Arbeiten
Diese Fähigkeiten spielen auch im Polizeiberuf eine wichtige Rolle, da Einsatzlagen häufig schnelles und gut überlegtes Handeln erfordern.
Wie läuft eine Postkorbübung ab?
Zu Beginn erhältst du verschiedene Unterlagen, beispielsweise E-Mails, Gesprächsnotizen, Terminübersichten oder Arbeitsaufträge. Anschließend musst du innerhalb einer festgelegten Zeit entscheiden, welche Aufgaben zuerst erledigt werden sollten und wie du die einzelnen Vorgänge bearbeitest.
Oft musst du deine Entscheidungen anschließend begründen. Dabei achten die Prüfer darauf, ob deine Prioritäten nachvollziehbar sind und ob du deine Arbeitsweise logisch erklären kannst.
So bereitest du dich vor
Auch wenn die Postkorbübung bei der Polizei nicht zum Standard gehört, lohnt es sich, organisatorisches Denken zu trainieren. Übe, Aufgaben nach Dringlichkeit und Wichtigkeit zu ordnen und unter Zeitdruck systematisch zu arbeiten.
Hilfreich ist außerdem, typische Assessment-Center-Aufgaben kennenzulernen. Dadurch entwickelst du ein besseres Gefühl für strukturiertes Arbeiten und kannst deine Entscheidungen im Auswahlverfahren überzeugend begründen.
Tipp zur Vorbereitung
Die Postkorbübung ist – sofern sie überhaupt eingesetzt wird – nur ein Baustein des Auswahlverfahrens. Konzentriere dich deshalb vor allem auf die Bestandteile, die bei nahezu allen Polizeibehörden geprüft werden, wie den Computertest, den Sporttest, das Vorstellungsgespräch und die polizeiärztliche Untersuchung.
Der Ausbildungspark Verlag gehört seit vielen Jahren zu den führenden Fachverlagen für die Vorbereitung auf Auswahlverfahren im öffentlichen Dienst. Die Vorbereitungsmaterialien werden von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) empfohlen und helfen dir dabei, dich gezielt auf Assessment-Center-Aufgaben sowie auf alle wichtigen Bestandteile des Polizei-Auswahlverfahrens vorzubereiten.
Fazit
Die Postkorbübung überprüft organisatorische Fähigkeiten, Entscheidungsvermögen und den Umgang mit Zeitdruck. Obwohl sie im Auswahlverfahren der Polizei nur vereinzelt eingesetzt wird, können ähnliche Aufgaben Bestandteil eines Assessment Centers sein. Wer strukturiert arbeitet, Prioritäten sinnvoll setzt und seine Entscheidungen nachvollziehbar begründet, ist für solche Übungen gut vorbereitet.
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