Polizeiärztliche Untersuchung
Polizei-ABC
Die polizeiärztliche Untersuchung ist ein wichtiger Bestandteil des Auswahlverfahrens bei der Polizei. Sie wird von einer Polizeiärztin oder einem Polizeiarzt durchgeführt und dient dazu, deine gesundheitliche Eignung für den Polizeivollzugsdienst festzustellen. Da Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte körperlich und psychisch belastbar sein müssen, wird überprüft, ob du den Anforderungen des Berufs dauerhaft gewachsen bist. Welche Untersuchungen im Einzelnen durchgeführt werden, richtet sich nach den Vorgaben der jeweiligen Bundes- oder Landespolizei.
Inhalte:
Was ist die polizeiärztliche Untersuchung?
Die polizeiärztliche Untersuchung überprüft, ob du die gesundheitlichen Voraussetzungen für eine Tätigkeit im Polizeivollzugsdienst erfüllst. Dabei geht es nicht nur um deinen aktuellen Gesundheitszustand, sondern auch darum, ob du den körperlichen und psychischen Belastungen des Polizeiberufs voraussichtlich dauerhaft standhalten kannst.
Die Untersuchung erfolgt in der Regel nach dem erfolgreichen Bestehen weiterer Bestandteile des Auswahlverfahrens. Erst wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, kann über deine Einstellung entschieden werden.
Welche Untersuchungen werden durchgeführt?
Der genaue Ablauf unterscheidet sich je nach Polizeibehörde. Ziel ist es, ein umfassendes Bild deiner gesundheitlichen Eignung zu erhalten.
Typischerweise gehören dazu:
- ausführliche Anamnese und Fragen zur Krankengeschichte
- allgemeine körperliche Untersuchung
- Messung von Größe, Gewicht und Blutdruck
- Seh- und Hörtest
- Untersuchung des Herz-Kreislauf-Systems
- Urinuntersuchung und gegebenenfalls weitere Laboruntersuchungen
- Beurteilung des Bewegungsapparates
Je nach Polizeibehörde oder individuellen Fragestellungen können weitere Untersuchungen erforderlich sein. Maßgeblich sind immer die jeweiligen polizeiärztlichen Vorgaben.
Worauf achtet der Polizeiarzt?
Der Polizeiarzt beurteilt, ob du den gesundheitlichen Anforderungen des Polizeiberufs gerecht werden kannst. Dabei werden unter anderem deine körperliche Belastbarkeit, dein Seh- und Hörvermögen sowie mögliche Erkrankungen berücksichtigt, die deine spätere Dienstausübung dauerhaft beeinträchtigen könnten.
Entscheidend ist immer eine individuelle Gesamtbewertung. Kleinere gesundheitliche Einschränkungen führen nicht automatisch zu einer Ablehnung. Ob sie Auswirkungen auf deine Polizeidiensttauglichkeit haben, wird im Einzelfall geprüft.
So bereitest du dich auf den Termin vor
Eine besondere Vorbereitung ist normalerweise nicht erforderlich. Erscheine ausgeschlafen und pünktlich zum Untersuchungstermin und bringe – sofern verlangt – alle angeforderten Unterlagen mit. Falls du regelmäßig Medikamente einnimmst oder bereits wegen einer Erkrankung behandelt wirst, solltest du dies offen angeben.
Versuche nicht, gesundheitliche Beschwerden zu verschweigen. Ehrliche Angaben erleichtern eine faire Beurteilung und sind Voraussetzung für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem polizeiärztlichen Dienst.
Häufige Fragen zur Polizeidiensttauglichkeit
Viele Bewerberinnen und Bewerber befürchten, dass frühere Verletzungen oder kleinere gesundheitliche Einschränkungen automatisch zum Ausschluss führen. Das ist jedoch nicht der Fall. Ob eine Bewerbung erfolgreich ist, hängt immer von einer individuellen medizinischen Beurteilung und den Anforderungen der jeweiligen Polizeibehörde ab.
Wenn vorab Fragen zu deiner gesundheitlichen Eignung bestehen, solltest du dich an die Einstellungsberatung deiner Wunschpolizei wenden. Verbindliche Auskünfte kann jedoch nur die zuständige Polizeibehörde oder der polizeiärztliche Dienst erteilen.
Tipp zur Vorbereitung
Die polizeiärztliche Untersuchung ist nur ein Bestandteil des Auswahlverfahrens. Ebenso wichtig sind der Einstellungstest, der Sporttest und das Vorstellungsgespräch. Informiere dich deshalb frühzeitig über den gesamten Ablauf bei deiner Wunschpolizei und bereite dich umfassend auf alle Prüfungsabschnitte vor.
Der Ausbildungspark Verlag gehört seit vielen Jahren zu den führenden Fachverlagen für die Vorbereitung auf Auswahlverfahren im öffentlichen Dienst. Die Vorbereitungsmaterialien werden von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) empfohlen und unterstützen dich dabei, dich gezielt auf den Einstellungstest, den Sporttest und die weiteren Bestandteile des Polizei-Auswahlverfahrens vorzubereiten.
Fazit
Die polizeiärztliche Untersuchung stellt sicher, dass Bewerberinnen und Bewerber den gesundheitlichen Anforderungen des Polizeivollzugsdienstes entsprechen. Dabei beurteilt der Polizeiarzt deine gesundheitliche Eignung anhand verschiedener Untersuchungen und einer individuellen Gesamtbewertung. Mit einer ehrlichen Vorbereitung und einer guten allgemeinen Gesundheit schaffst du beste Voraussetzungen für diesen wichtigen Schritt im Auswahlverfahren.
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