GSG 9
Polizei-ABC
Die GSG 9 der Bundespolizei ist eine der bekanntesten Spezialeinheiten Deutschlands. Die Abkürzung steht für Grenzschutzgruppe 9 – eine Bezeichnung, die auf die Gründung im Jahr 1973 im damaligen Bundesgrenzschutz zurückgeht. Obwohl der Bundesgrenzschutz inzwischen in Bundespolizei umbenannt wurde, trägt die Spezialeinheit aus historischen Gründen weiterhin den Namen GSG 9. Sie wird bei besonders gefährlichen Einsatzlagen eingesetzt, beispielsweise zur Bekämpfung des Terrorismus, bei Geiselnahmen oder zur Festnahme bewaffneter Straftäter.
Inhalte:
Was ist die GSG 9?
Die GSG 9 ist die Spezialeinheit der Bundespolizei für besonders gefährliche Einsatzlagen. Sie wurde nach den Ereignissen der Olympischen Spiele in München 1972 gegründet, um Deutschland auf terroristische Bedrohungen und andere außergewöhnliche Lagen besser vorzubereiten.
Heute zählt die GSG 9 zu den international anerkannten Spezialeinheiten. Ihre Einsatzkräfte verfügen über eine besonders anspruchsvolle Ausbildung und kommen nur dann zum Einsatz, wenn normale Polizeikräfte die Lage nicht sicher bewältigen können.
Welche Aufgaben übernimmt die GSG 9?
Die GSG 9 übernimmt Einsätze mit einem besonders hohen Gefährdungspotenzial. Dazu gehören unter anderem die Bekämpfung des Terrorismus, die Befreiung von Geiseln sowie der Zugriff auf bewaffnete oder besonders gefährliche Straftäter.
Darüber hinaus unterstützt die Einheit bei Festnahmen in Hochrisikolagen, schützt gefährdete Personen in besonderen Einsatzsituationen und wirkt bei Einsätzen auf Flugzeugen, Schiffen oder anderen komplexen Einsatzorten mit. Die GSG 9 arbeitet dabei eng mit nationalen und internationalen Sicherheitsbehörden zusammen.
Viele Einzelheiten zu Einsätzen und Taktiken unterliegen aus Sicherheitsgründen der Geheimhaltung.
Wie wird man Mitglied der GSG 9?
Ein direkter Einstieg in die GSG 9 nach der Schule ist nicht möglich. Zunächst musst du die Ausbildung oder das duale Studium bei der Bundespolizei erfolgreich absolvieren und Berufserfahrung im Polizeidienst sammeln.
Erst anschließend kannst du dich für das Auswahlverfahren der GSG 9 bewerben. Dieses gilt als besonders anspruchsvoll und umfasst unter anderem körperliche, psychologische und taktische Prüfungen. Nur Bewerberinnen und Bewerber, die alle Anforderungen erfüllen, werden zur Spezialausbildung zugelassen.
Welche Anforderungen gelten?
Die GSG 9 stellt höchste Anforderungen an ihre Einsatzkräfte. Neben einer hervorragenden körperlichen Fitness werden unter anderem Belastbarkeit, Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Disziplin und ein ausgeprägtes taktisches Verständnis erwartet.
Auch psychische Stabilität spielt eine entscheidende Rolle. Die Einsatzkräfte müssen selbst unter extremem Druck ruhig und überlegt handeln können. Nach dem erfolgreichen Auswahlverfahren folgt eine intensive Spezialausbildung, in der die notwendigen Fähigkeiten für die späteren Einsätze vermittelt werden.
Tipp zur Vorbereitung
Der Weg zur GSG 9 beginnt mit einer erfolgreichen Bewerbung bei der Bundespolizei. Deshalb solltest du dich zunächst auf das Auswahlverfahren für die Ausbildung oder das duale Studium konzentrieren.
Der Ausbildungspark Verlag gehört seit vielen Jahren zu den führenden Fachverlagen für die Vorbereitung auf Auswahlverfahren im öffentlichen Dienst. Die Vorbereitungsmaterialien werden von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) empfohlen und unterstützen dich dabei, dich gezielt auf den Computertest, den Sporttest, das Vorstellungsgespräch und die weiteren Bestandteile des Auswahlverfahrens vorzubereiten.
Fazit
Die GSG 9 ist die Spezialeinheit der Bundespolizei für besonders gefährliche Einsatzlagen. Der Weg dorthin führt über eine erfolgreiche Karriere bei der Bundespolizei, mehrjährige Berufserfahrung und ein äußerst anspruchsvolles Auswahlverfahren. Wer körperlich und mental Höchstleistungen erbringen kann und außergewöhnliche Herausforderungen sucht, findet in der GSG 9 eines der anspruchsvollsten Einsatzgebiete der deutschen Polizei.
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