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Über die Polizei

Zahlen, Daten, Fakten

Aufbau und Organisation

Wie ist die Polizei in Deutschland organisiert?

Die Polizei in Deutschland ist föderal organisiert. Das bedeutet, dass jedes Bundesland über eine eigene Landespolizei verfügt und für die Gefahrenabwehr sowie die Strafverfolgung im jeweiligen Bundesland zuständig ist. Daneben gibt es die Bundespolizei, die unter anderem den Schutz der Grenzen, der Bahnanlagen und des Luftverkehrs übernimmt, sowie das Bundeskriminalamt, das die Zusammenarbeit der Polizeibehörden unterstützt und schwere sowie internationale Kriminalität bekämpft. Trotz der unterschiedlichen Zuständigkeiten arbeiten alle Polizeibehörden eng zusammen, um die Sicherheit der Bevölkerung in ganz Deutschland zu gewährleisten.

Was ist der Unterschied zwischen Landespolizei, Bundespolizei und dem Bundeskriminalamt?

Die Landespolizei ist für die Sicherheit im jeweiligen Bundesland zuständig. Dazu gehören zum Beispiel Streifendienst, Verkehrsunfälle, Notrufe, Gefahrenabwehr und die Verfolgung vieler Straftaten vor Ort. Die Bundespolizei hat dagegen besondere Aufgaben des Bundes, etwa an Grenzen, Bahnhöfen, Flughäfen, im Luftverkehr, auf See und beim Schutz bestimmter Bundesobjekte. Das Bundeskriminalamt ist vor allem Zentralstelle der deutschen Polizei und unterstützt Bund und Länder bei der Bekämpfung schwerer, organisierter und internationaler Kriminalität. Einfach gesagt: Die Landespolizei arbeitet meist vor Ort im Bundesland, die Bundespolizei an bundesweiten Sonderbereichen und das BKA vor allem koordinierend, unterstützend und ermittelnd bei besonders schweren Fällen.

Wie ist die Bundespolizei aufgebaut und organisiert?

Das Bundespolizeipräsidium ist die oberste Behörde der Bundespolizei und hat seinen Sitz in Potsdam. Es ist dem Bundesministerium des Innern unmittelbar nachgeordnet und steuert die Bundespolizei auf strategischer Ebene. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Dienst- und Fachaufsicht über die nachgeordneten Bundespolizeibehörden sowie die Planung und Koordinierung bundesweiter Einsätze. An der Spitze des Bundespolizeipräsidiums stehen der Präsident sowie zwei Vizepräsidenten.

Was ist die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) und welche Aufgaben übernimmt sie?

Eine Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) ist eine besonders ausgebildete, geschlossen eingesetzte Polizeieinheit. Ihre Kernaufgabe besteht darin, Straftaten in dynamischen und unübersichtlichen Einsatzlagen gerichtsfest zuzuordnen und tatverdächtige Personen gezielt festzunehmen. Typische Einsatzfelder sind gewaltgeneigte Demonstrationen, Fußballspiele und andere Großveranstaltungen sowie Durchsuchungen, Razzien und größere Festnahmeaktionen. Die BFE übernimmt dabei nicht den gesamten Schutz einer Veranstaltung, sondern vor allem den spezialisierten Zugriff auf identifizierte Tatverdächtige.

Welche Spezialeinheiten und Spezialkräfte gibt es bei der Bundespolizei?

Die Bundespolizei verfügt über verschiedene Spezialeinheiten und Spezialkräfte, die für besonders anspruchsvolle Aufgaben ausgebildet sind. Dazu gehören unter anderem die GSG 9 der Bundespolizei (GSG 9 BPOL) für Terrorismusbekämpfung und besonders gefährliche Einsatzlagen, die Bundespolizei-Fliegergruppe (BPOLFLG) zur Unterstützung von Einsätzen aus der Luft sowie die Polizeilichen Schutzaufgaben Ausland (PSA BPOL) zum Schutz deutscher Auslandsvertretungen und anderer gefährdeter Einrichtungen im Ausland. Weitere spezialisierte Einheiten sind die Besonderen Schutzaufgaben Luftverkehr (BSL BPOL), die für die Sicherheit im Luftverkehr zuständig sind, sowie die Einsatz- und Ermittlungsunterstützung (EEU BPOL), die andere Dienststellen bei besonderen Einsatz- und Ermittlungsmaßnahmen unterstützt. Je nach Einsatzlage arbeiten diese Spezialkräfte eng mit anderen Behörden und Polizeidienststellen zusammen.

Was bedeuten Abkürzungen wie BPOLI, BPOLR, MKÜ, BPOLI KB oder BPOLD 11?

Bei der Bundespolizei werden viele Dienststellen und Organisationseinheiten mit Abkürzungen bezeichnet. BPOLI steht für Bundespolizeiinspektion und bezeichnet eine regionale Polizeidienststelle. BPOLR bedeutet Bundespolizeirevier, während MKÜ für Mobile Kontroll- und Überwachungseinheit steht, die beispielsweise Kontroll- und Fahndungsmaßnahmen durchführt. BPOLI KB ist die Abkürzung für Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung, die auf die Bekämpfung bestimmter Straftaten spezialisiert ist. BPOLD 11 steht für die Bundespolizeidirektion 11, die unter anderem für besondere Einsatz- und Spezialkräfte der Bundespolizei, wie die GSG 9, zuständig ist.

Welche Aufgaben übernimmt die Bundesbereitschaftspolizei?

Die Bundesbereitschaftspolizei ist ein geschlossener Verband der Bundespolizei und kommt immer dann zum Einsatz, wenn bei besonderen Lagen oder Großveranstaltungen viele Einsatzkräfte benötigt werden. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Unterstützung der Landespolizeien bei Demonstrationen, Fußballspielen und anderen Großereignissen sowie Einsätze bei Naturkatastrophen oder anderen Krisensituationen. Darüber hinaus verstärkt sie bei Bedarf den Grenzschutz und unterstützt die Bundespolizei an Bahnhöfen, Flughäfen und auf wichtigen Verkehrswegen. Die Einsatzkräfte übernehmen außerdem Aufgaben der Beweissicherung, Festnahme und des Objektschutzes und trainieren regelmäßig ihre taktischen und polizeilichen Fähigkeiten. Für Polizeibewerber ist wichtig zu wissen, dass die Bundesbereitschaftspolizei keine eigene Laufbahn ist, sondern eine mögliche Verwendung innerhalb der Bundespolizei nach erfolgreicher Ausbildung oder einem Studium.

Welche Aufgaben übernimmt das Bundesministerium des Innern (BMI)?

Das Bundesministerium des Innern gehört zu den wichtigsten Ministerien der Bundesregierung und ist unter anderem für die Innere Sicherheit in Deutschland verantwortlich. Es entwickelt Gesetze und Strategien in Bereichen wie Polizei, Verfassungsschutz, Bevölkerungsschutz, Migration und Cybersicherheit. Außerdem übt es die Fachaufsicht über verschiedene Bundesbehörden aus und koordiniert deren Zusammenarbeit. Mit seinem ersten Dienstsitz in Berlin und einem weiteren Dienstsitz in Bonn trägt das Ministerium dazu bei, die Sicherheit und Handlungsfähigkeit des Staates zu gewährleisten.

Wer ist für die Polizei in den einzelnen Bundesländern verantwortlich?

Für die Polizei in den einzelnen Bundesländern ist grundsätzlich das jeweilige Innenministerium verantwortlich. Es legt die organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen fest und trägt die oberste Dienst- und Fachaufsicht über die Landespolizei. Die operative Leitung der Polizei erfolgt durch die Polizeibehörden und ihre Führungskräfte im jeweiligen Bundesland. Da die Polizei in Deutschland föderal organisiert ist, können sich Organisation und Bezeichnungen der Behörden von Bundesland zu Bundesland leicht unterscheiden.

Wie ist eine Polizeibehörde aufgebaut?

Eine Polizeibehörde ist in verschiedene Organisationseinheiten gegliedert, die jeweils unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Dazu gehören beispielsweise die Schutzpolizei, die Kriminalpolizei, die Verkehrspolizei, die Bereitschaftspolizei sowie Verwaltungs- und Führungsbereiche. An der Spitze einer Polizeibehörde steht die Behördenleitung, die die Einsätze und die Organisation verantwortet. Der genaue Aufbau kann je nach Bundesland und Größe der Behörde unterschiedlich sein, folgt aber überall dem Ziel, Einsätze effizient zu koordinieren und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

Welche Dienststellen und Organisationseinheiten gibt es bei der Polizei?

Die Polizei verfügt über zahlreiche Dienststellen und Organisationseinheiten mit unterschiedlichen Aufgaben. Zu den wichtigsten gehören die Schutzpolizei, die Kriminalpolizei, die Verkehrspolizei, die Bereitschaftspolizei sowie je nach Bundesland Wasserschutzpolizei, Diensthundestaffeln oder Polizeihubschrauberstaffeln. Darüber hinaus gibt es spezialisierte Bereiche wie die Kriminaltechnik, IT- und Cybercrime-Ermittlungen oder Führungs- und Lagezentren. Welche Dienststellen genau vorhanden sind, hängt vom jeweiligen Bundesland oder der Bundespolizei ab, sodass sich Organisation und Bezeichnungen teilweise unterscheiden.

Welche Spezialeinheiten und Spezialkräfte gibt es bei der Polizei?

Neben den regulären Polizeidienststellen gibt es verschiedene Spezialeinheiten und Spezialkräfte für besonders anspruchsvolle Einsätze. Dazu gehören beispielsweise das Spezialeinsatzkommando (SEK) für lebensgefährliche Einsatzlagen, das Mobile Einsatzkommando (MEK) für verdeckte Observationen und Festnahmen sowie Verhandlungsgruppen für Geiselnahmen oder andere Krisensituationen. Darüber hinaus verfügen viele Polizeien über spezialisierte Einheiten wie Diensthundestaffeln, Polizeihubschrauberstaffeln, Wasserschutzpolizei oder Kriminaltechnik. Der Einsatz dieser Spezialkräfte erfolgt nur in besonderen Lagen und setzt in der Regel mehrjährige Berufserfahrung sowie eine erfolgreiche Zusatzausbildung voraus.

Wie arbeiten die Polizeibehörden der Bundesländer zusammen?

Obwohl jedes Bundesland über eine eigene Landespolizei verfügt, arbeiten die Polizeibehörden eng miteinander zusammen. Sie tauschen Informationen aus, unterstützen sich bei länderübergreifenden Ermittlungen und führen bei Bedarf gemeinsame Einsätze durch. Dabei werden sie unter anderem vom Bundeskriminalamt unterstützt, das als Zentralstelle den Informationsaustausch koordiniert und die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern fördert. Durch diese enge Vernetzung können Straftaten auch über Ländergrenzen hinweg wirksam verfolgt und Gefahren frühzeitig erkannt werden.

Auftrag und Aufgaben

Welche Aufgaben übernimmt die Polizei in Deutschland?

Die wichtigste Aufgabe der Polizei ist es, die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten und die Bevölkerung vor Gefahren zu schützen. Sie verhindert Straftaten, verfolgt Straftäter, nimmt Notrufe entgegen und leistet Hilfe in Not- und Gefahrensituationen. Darüber hinaus sorgt die Polizei für Sicherheit im Straßenverkehr, sichert Veranstaltungen und unterstützt bei der Suche nach vermissten Personen. Ziel aller Maßnahmen ist es, die Rechte der Bürgerinnen und Bürger zu schützen und für ein sicheres Zusammenleben in Deutschland zu sorgen.

Wie sieht der Arbeitsalltag einer Polizeibeamtin oder eines Polizeibeamten aus?

Der Arbeitsalltag bei der Polizei ist sehr abwechslungsreich und hängt stark vom jeweiligen Einsatzbereich ab. Im Streifendienst gehören zum Beispiel Notrufe, Verkehrsunfälle, Kontrollen, Anzeigenaufnahmen, Hilfeleistungen und Einsätze bei Streitigkeiten oder Gefahrensituationen dazu. Neben der Arbeit im Außendienst fallen auch Berichte, Ermittlungsdokumentation und Abstimmungen mit anderen Dienststellen an. Da die Polizei rund um die Uhr erreichbar sein muss, arbeiten viele Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte im Schichtdienst.

Welche Einsätze erwarten dich später im Polizeidienst?

Im Polizeidienst erwarten dich viele unterschiedliche Einsätze, sodass kein Arbeitstag dem anderen gleicht. Du kannst beispielsweise zu Verkehrsunfällen, Einbrüchen, Diebstählen, häuslichen Streitigkeiten, Ruhestörungen oder Notfällen gerufen werden und Menschen in schwierigen Situationen helfen. Darüber hinaus gehören Personenkontrollen, Fahndungen, die Aufnahme von Strafanzeigen sowie die Absicherung von Veranstaltungen oder Demonstrationen zu den typischen Aufgaben. Welche Einsätze du tatsächlich übernimmst, hängt von deinem späteren Einsatzbereich und deiner Dienststelle ab.

Welche Aufgaben hat die Polizei bei Notrufen und in Gefahrensituationen?

Geht ein Notruf bei der Polizei ein, beurteilt die Leitstelle zunächst die Lage und entsendet die erforderlichen Einsatzkräfte. Vor Ort sichert die Polizei Gefahrenstellen, schützt betroffene Personen, leistet erste Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und trifft die notwendigen Maßnahmen, um weitere Schäden oder Gefahren zu verhindern. Gleichzeitig nimmt sie den Sachverhalt auf, sichert Spuren und leitet – wenn erforderlich – strafrechtliche oder gefahrenabwehrende Maßnahmen ein. Ziel ist es, Menschen zu schützen, die Situation schnell unter Kontrolle zu bringen und die öffentliche Sicherheit wiederherzustellen.

Wie oft bist du als Polizeibeamtin oder Polizeibeamter im Außendienst unterwegs?

Wie häufig du im Außendienst unterwegs bist, hängt von deinem Einsatzbereich ab. Besonders im Streifendienst verbringst du einen Großteil deiner Arbeitszeit draußen und bist regelmäßig mit dem Streifenwagen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad im Einsatz. In anderen Bereichen, etwa bei der Kriminalpolizei oder in der Verwaltung, wechseln sich Außentermine und Büroarbeit häufiger ab. Insgesamt gehört der Außendienst jedoch für viele Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte zum Berufsalltag und sorgt für einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag.

Welche Rolle spielt die Polizei bei der Bekämpfung von Kriminalität?

Die Polizei spielt eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung von Kriminalität. Sie verhindert Straftaten durch sichtbare Präsenz und Präventionsmaßnahmen, nimmt Strafanzeigen auf und ermittelt gegen Tatverdächtige. Dabei sichert sie Spuren, befragt Zeuginnen und Zeugen und arbeitet eng mit der Staatsanwaltschaft sowie anderen Sicherheitsbehörden zusammen. Ziel ist es, Straftaten aufzuklären, Täter zur Verantwortung zu ziehen und die Bevölkerung wirksam vor Kriminalität zu schützen.

Welche Aufgaben übernimmt die Polizei im Straßenverkehr?

Die Polizei sorgt für die Sicherheit und Ordnung im Straßenverkehr. Sie überwacht die Einhaltung der Verkehrsregeln, kontrolliert Fahrzeuge und Verkehrsteilnehmende und greift bei Verkehrsverstößen konsequent ein. Außerdem nimmt sie Verkehrsunfälle auf, sichert Unfallstellen und regelt bei Bedarf den Verkehr, um weitere Gefahren zu vermeiden. Darüber hinaus leistet die Polizei durch Präventionsmaßnahmen und Verkehrserziehung einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Unfällen.

Wie hilft die Polizei bei Großveranstaltungen und Demonstrationen?

Bei Großveranstaltungen und Demonstrationen sorgt die Polizei dafür, dass alle Beteiligten ihre Rechte sicher wahrnehmen können und die öffentliche Sicherheit gewährleistet bleibt. Sie plant die Einsätze im Voraus, regelt den Verkehr, schützt Veranstaltungsorte und greift ein, wenn Straftaten begangen oder Menschen gefährdet werden. Dabei arbeitet sie eng mit Veranstaltern, Behörden, Rettungsdiensten und der Feuerwehr zusammen. Ziel ist es, einen möglichst störungsfreien Ablauf zu ermöglichen und gleichzeitig die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

Welche Aufgaben übernimmt die Polizei bei der Fahndung nach Straftätern und vermissten Personen?

Bei der Fahndung nach Straftätern und vermissten Personen nutzt die Polizei verschiedene Maßnahmen, um Menschen schnell aufzufinden oder Tatverdächtige zu ermitteln. Dazu gehören unter anderem die Auswertung von Hinweisen, Zeugenbefragungen, Spurensicherung, Fahndungen im öffentlichen Raum sowie der Einsatz moderner Informations- und Fahndungssysteme. Bei Bedarf arbeitet die Polizei eng mit anderen Polizeibehörden, dem Bundeskriminalamt und internationalen Partnern zusammen. Ziel ist es, Straftaten aufzuklären, Tatverdächtige festzunehmen und vermisste oder gefährdete Personen möglichst schnell zu finden.

Wie ist der Streifendienst bei der Polizei organisiert und welche Aufgaben übernimmt er?

Der Streifendienst ist ein zentraler Bestandteil der Schutzpolizei und häufig die erste Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger. Du bist gemeinsam mit einer Kollegin oder einem Kollegen im Streifenwagen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs und reagierst auf Notrufe sowie aktuelle Einsatzlagen. Zu deinen Aufgaben gehören unter anderem Personenkontrollen, die Aufnahme von Verkehrsunfällen, die Sicherung von Gefahrenstellen, die Bearbeitung von Strafanzeigen und die Hilfeleistung in Notfällen. Der Streifendienst arbeitet eng mit anderen Polizeidienststellen zusammen und sorgt rund um die Uhr für Sicherheit und Ordnung.

Wie ist die Kriminalpolizei organisiert und welche Aufgaben übernimmt sie?

Die Kriminalpolizei ist auf die Aufklärung und Verfolgung von Straftaten spezialisiert. Im Gegensatz zum Streifendienst wird sie meist dann tätig, wenn eine Straftat bereits begangen wurde und umfangreiche Ermittlungen erforderlich sind. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Spurensicherung, Zeugen- und Beschuldigtenvernehmungen, die Auswertung von Beweismitteln sowie die Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft. Innerhalb der Kriminalpolizei gibt es verschiedene Fachkommissariate, die sich beispielsweise auf Eigentumsdelikte, Gewaltkriminalität, Cybercrime oder Wirtschaftskriminalität spezialisiert haben.

Was ist eine Hundertschaft bei der Polizei und wann wird sie eingesetzt?

Eine Hundertschaft ist eine geschlossene Einheit der Bereitschaftspolizei, die aus mehreren Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten besteht und gemeinsam ausgebildet sowie eingesetzt wird. Sie kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn viele Einsatzkräfte gleichzeitig benötigt werden, beispielsweise bei Großveranstaltungen, Demonstrationen, Fußballspielen oder in besonderen Gefahrenlagen. Eine Hundertschaft unterstützt außerdem andere Polizeidienststellen bei größeren Einsätzen oder Fahndungsmaßnahmen. Durch ihre feste Organisation und das gemeinsame Training kann sie auch in komplexen und dynamischen Einsatzsituationen schnell und koordiniert handeln.

Welche Aufgaben übernimmt die Diensthundestaffel der Polizei?

Die Diensthundestaffel unterstützt die Polizei bei einer Vielzahl von Einsätzen, bei denen der ausgeprägte Geruchssinn und die Fähigkeiten der Polizeihunde besonders gefragt sind. Diensthunde suchen beispielsweise nach vermissten Personen, flüchtigen Tatverdächtigen, Betäubungsmitteln, Sprengstoffen oder anderen gefährlichen Gegenständen. Außerdem kommen sie bei der Verfolgung von Straftätern sowie zur Unterstützung bei größeren Polizeieinsätzen zum Einsatz. Bevor ein Polizeihund eingesetzt wird, absolvieren Hund und Hundeführerin oder Hundeführer eine intensive Ausbildung und trainieren regelmäßig gemeinsam.

Welche Aufgaben übernimmt die Polizeihubschrauberstaffel?

Die Polizeihubschrauberstaffel unterstützt andere Polizeidienststellen aus der Luft und kommt bei unterschiedlichsten Einsätzen zum Einsatz. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Suche nach vermissten Personen oder flüchtigen Tatverdächtigen, die Unterstützung bei Fahndungen sowie die Überwachung größerer Einsatzlagen und Veranstaltungen. Auch bei Verkehrsunfällen, Naturkatastrophen oder der Dokumentation von Tatorten können Polizeihubschrauber wichtige Hilfe leisten. Durch ihre moderne Technik und den schnellen Überblick aus der Luft trägt die Polizeihubschrauberstaffel wesentlich dazu bei, Einsätze effizient und sicher zu unterstützen.

Welche Aufgaben übernimmt die Polizeireiterstaffel?

Die Polizeireiterstaffel unterstützt andere Polizeidienststellen vor allem bei Einsätzen mit vielen Menschen oder in weitläufigem Gelände. Reiterinnen und Reiter kommen beispielsweise bei Großveranstaltungen, Demonstrationen, Volksfesten oder in Parkanlagen zum Einsatz, wo sie durch ihre erhöhte Sitzposition einen guten Überblick haben und frühzeitig Gefahren erkennen können. Darüber hinaus übernehmen sie Streifen- und Präsenzdienste und tragen so zur Sicherheit der Bevölkerung bei. Da es nicht in jedem Bundesland eine Polizeireiterstaffel gibt, unterscheiden sich Organisation und Einsatzmöglichkeiten je nach Polizeibehörde.

Welche Aufgaben übernimmt die Wasserschutzpolizei?

Die Wasserschutzpolizei ist für die Sicherheit auf Flüssen, Seen, Kanälen und in Häfen zuständig. Sie überwacht den Schiffsverkehr, kontrolliert die Einhaltung von Vorschriften und greift bei Verstößen oder Gefahrenlagen ein. Darüber hinaus nimmt sie Schiffsunfälle auf, unterstützt bei Such- und Rettungseinsätzen und trägt zum Schutz der Gewässer sowie der Umwelt bei. Welche Aufgaben die Wasserschutzpolizei genau übernimmt, hängt unter anderem von den Wasserstraßen und Häfen im jeweiligen Bundesland ab.

Welche Aufgaben übernimmt ein Spezialeinsatzkommando (SEK)?

Das Spezialeinsatzkommando (SEK) übernimmt besonders gefährliche Einsätze, die speziell ausgebildete Polizeikräfte erfordern. Dazu gehören beispielsweise die Festnahme bewaffneter oder besonders gewaltbereiter Tatverdächtiger, Geiselnahmen, Bedrohungslagen oder Einsätze mit einem hohen Risiko für Einsatzkräfte und andere Personen. Die Angehörigen eines SEK verfügen über eine intensive Spezialausbildung und trainieren regelmäßig für außergewöhnliche Einsatzsituationen. Da solche Einsätze selten, aber besonders anspruchsvoll sind, wird das SEK nur angefordert, wenn die Lage den Einsatz speziell ausgebildeter Kräfte erforderlich macht.

Welche Aufgaben übernimmt die Bundespolizei im Vergleich zur Landespolizei?

Die Landespolizei ist in erster Linie für die öffentliche Sicherheit und Ordnung innerhalb ihres Bundeslandes zuständig. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem der Streifendienst, die Aufnahme von Verkehrsunfällen, die Bearbeitung von Notrufen sowie die Verfolgung von Straftaten. Die Bundespolizei übernimmt dagegen Aufgaben, die bundesweit geregelt sind. Sie übernimmt zahlreiche Sicherheitsaufgaben, die bundesweit geregelt sind. Zu ihren wichtigsten Aufgaben gehören die Überwachung der deutschen Land- und Seegrenzen, die Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität – beispielsweise der Schleusungskriminalität und der unerlaubten Einreise – sowie Grenzkontrollen an Flughäfen und der Schutz des Bahn- und Luftverkehrs. Außerdem erkennen und überprüfen die Einsatzkräfte gefälschte Ausweisdokumente, arbeiten bei grenzüberschreitenden Einsätzen eng mit den Polizeibehörden der Nachbarstaaten zusammen und unterstützen bei Bedarf die Landespolizeien, etwa bei Großveranstaltungen, Demonstrationen oder Fußballspielen. Darüber hinaus übernimmt die Bundespolizei weitere Spezialaufgaben, beispielsweise den Schutz deutscher Auslandsvertretungen durch die Polizeilichen Schutzaufgaben Ausland (PSA) oder die Unterstützung des Bundeskriminalamt beim Personenschutz.

Welche Aufgaben übernimmt die Grenzschutzgruppe 9 (GSG 9) der Bundespolizei?

Die GSG 9 der Bundespolizei ist eine Spezialeinheit für besonders gefährliche Einsatzlagen wie Terrorismus, Geiselnahmen oder die Festnahme bewaffneter und besonders gewaltbereiter Straftäter. Sie wurde am 26. September 1972 als Reaktion auf den Terroranschlag während der Olympischen Spiele in München gegründet. Die GSG 9 unterstützt bei Bedarf auch Landespolizeien und kann unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen sogar im Ausland eingesetzt werden, beispielsweise zur Rettung deutscher Staatsangehöriger. Ihr Hauptstandort befindet sich in Sankt Augustin in Nordrhein-Westfalen.

Ausbildung und Karriere

Welche Voraussetzungen musst du für eine Bewerbung bei der Polizei erfüllen?

Die Voraussetzungen für eine Bewerbung bei der Polizei unterscheiden sich je nach Bundesland und Laufbahn. In der Regel benötigst du einen anerkannten Schulabschluss, die deutsche Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines zugelassenen EU-Mitgliedstaates, gesundheitliche Eignung sowie ein einwandfreies Führungszeugnis. Außerdem musst du das Auswahlverfahren mit seinen schriftlichen, mündlichen, sportlichen und medizinischen Prüfungen erfolgreich bestehen. Da sich die Anforderungen zwischen den Polizeibehörden unterscheiden können, solltest du dich vor deiner Bewerbung über die genauen Voraussetzungen des jeweiligen Bundeslandes informieren.

Worin unterscheidet sich der mittlere vom gehobenen Polizeivollzugsdienst?

Der mittlere und der gehobene Polizeivollzugsdienst unterscheiden sich vor allem in den Zugangsvoraussetzungen, der Ausbildung und den späteren Aufgaben. Für den mittleren Polizeivollzugsdienst genügt in einigen Bundesländern oder bei der Bundespolizei ein mittlerer Schulabschluss; die Ausbildung erfolgt in der Regel im Rahmen einer Berufsausbildung. Der gehobene Polizeivollzugsdienst setzt meist die Hochschulreife oder eine gleichwertige Qualifikation voraus und beginnt mit einem dualen Studium, das mit einem Bachelorabschluss endet. Während Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte im mittleren Dienst überwiegend operative Aufgaben übernehmen, bereitet der gehobene Dienst zusätzlich auf anspruchsvollere Einsätze, Führungsaufgaben und leitende Funktionen vor.

Was ist der höhere Polizeivollzugsdienst und welche Aufgaben erwarten dich dort?

Der höhere Polizeivollzugsdienst ist die höchste Laufbahn im Polizeivollzugsdienst und richtet sich an Beamtinnen und Beamte, die Führungs- und Leitungsaufgaben übernehmen möchten. In dieser Laufbahn planst und koordinierst du größere Polizeieinsätze, führst Dienststellen oder Organisationseinheiten und triffst strategische Entscheidungen für die Polizeiarbeit. Außerdem arbeitest du eng mit anderen Behörden, der Politik und der Justiz zusammen und bist an der Weiterentwicklung polizeilicher Konzepte beteiligt. Der Einstieg erfolgt in der Regel nach einem abgeschlossenen Hochschulstudium und einem entsprechenden Auswahl- und Qualifizierungsverfahren; die genauen Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Polizeibehörde und Bundesland.

Wie läuft das Eignungsauswahlverfahren (EAV) der Polizei ab?

Das Auswahlverfahren der Polizei soll feststellen, ob du persönlich, fachlich, gesundheitlich und körperlich für den Polizeiberuf geeignet bist. Je nach Bundesland umfasst es in der Regel einen schriftlichen Einstellungstest, ein Vorstellungsgespräch oder Assessment-Center, einen Sporttest sowie eine polizeiärztliche Untersuchung. Einige Polizeibehörden führen zusätzlich einen Persönlichkeitstest oder eine Gruppenaufgabe durch. Welche Auswahlbausteine genau zum Einsatz kommen, hängt von der jeweiligen Polizeibehörde und dem Bundesland ab.

Welche Tests und Prüfungen erwarten dich im Auswahlverfahren?

Im Auswahlverfahren erwarten dich mehrere Tests, mit denen deine Eignung für den Polizeiberuf überprüft wird. Dazu gehören je nach Bundesland ein schriftlicher Einstellungstest mit Aufgaben aus den Bereichen Deutsch, Mathematik, Logik, Konzentration und Allgemeinwissen, ein Sporttest sowie ein Vorstellungsgespräch oder Assessment Center. Zusätzlich werden deine gesundheitliche Eignung im Rahmen einer polizeiärztlichen Untersuchung und häufig auch deine persönlichen Eigenschaften durch einen Persönlichkeitstest überprüft. Welche Prüfungen du genau absolvierst, richtet sich nach der jeweiligen Polizeibehörde und dem Bundesland.

Wie bereitest du dich optimal auf den Polizei-Einstellungstest vor?

Eine gute Vorbereitung beginnt damit, dich frühzeitig mit dem Ablauf und den Inhalten des Auswahlverfahrens vertraut zu machen. Übe regelmäßig Aufgaben aus den Bereichen Deutsch, Mathematik, Logik, Konzentration und Allgemeinwissen und informiere dich über den Polizeiberuf sowie die Aufgaben der jeweiligen Polizeibehörde. Ebenso wichtig ist die Vorbereitung auf den Sporttest und das Vorstellungsgespräch, damit du körperlich fit bist und deine Motivation überzeugend darstellen kannst. Je früher du mit dem Training beginnst und regelmäßig übst, desto besser kannst du dich auf die verschiedenen Prüfungsbestandteile vorbereiten.

Wie läuft die Ausbildung oder das duale Studium bei der Polizei ab?

Wie die Ausbildung oder das Studium abläuft, hängt vom jeweiligen Bundesland und der angestrebten Laufbahn ab. In den meisten Bundesländern erfolgt der Einstieg heute über ein duales Studium, das theoretische Lehrveranstaltungen an einer Polizeihochschule mit umfangreichen Praxisphasen bei Polizeidienststellen verbindet. Während dieser Zeit lernst du unter anderem Polizeirecht, Strafrecht, Einsatztraining, Kriminalistik, Verkehrssicherheitsarbeit sowie den professionellen Umgang mit Bürgerinnen und Bürgern. Ziel ist es, dich Schritt für Schritt auf den späteren Polizeialltag vorzubereiten und dir sowohl das fachliche Wissen als auch die praktischen Fähigkeiten für den Polizeiberuf zu vermitteln.

Wie lange dauert die Ausbildung oder das Studium?

Die Dauer der Ausbildung oder des Studiums hängt von der jeweiligen Laufbahn und dem Bundesland ab. In den meisten Bundesländern dauert das duale Studium für den gehobenen Polizeivollzugsdienst drei Jahre und schließt mit einem Bachelorabschluss ab. In einigen Bundesländern oder bei der Bundespolizei gibt es zusätzlich eine Ausbildung für den mittleren Polizeivollzugsdienst, die in der Regel zweieinhalb bis drei Jahre dauert. Die genauen Ausbildungszeiten und Laufbahnmodelle unterscheiden sich je nach Polizeibehörde und sollten daher vor der Bewerbung auf den offiziellen Karriereseiten geprüft werden.

Welche Einsatzbereiche lernst du während der Ausbildung oder des Studiums kennen?

Während der Ausbildung oder des dualen Studiums lernst du verschiedene Einsatzbereiche der Polizei kennen und sammelst bereits praktische Erfahrungen im Polizeialltag. Dazu gehören unter anderem der Streifendienst, die Verkehrspolizei, die Kriminalpolizei sowie Einsätze bei der Bereitschaftspolizei oder in anderen Polizeidienststellen. In den Praxisphasen begleitest du erfahrene Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte und wendest dein theoretisches Wissen direkt in realen Einsatzsituationen an. Welche Stationen du genau durchläufst, richtet sich nach dem Ausbildungsplan und den Vorgaben der jeweiligen Polizeibehörde.

Welche Spezialisierungen und Karrierewege stehen dir nach dem Berufseinstieg offen?

Nach deinem Berufseinstieg stehen dir zahlreiche Spezialisierungen und Karrierewege innerhalb der Polizei offen. Mit zunehmender Berufserfahrung kannst du beispielsweise zur Kriminalpolizei, Verkehrspolizei, Bereitschaftspolizei, Wasserschutzpolizei oder in spezialisierte Bereiche wie Cybercrime, Kriminaltechnik, Diensthundestaffeln oder Polizeihubschrauberstaffeln wechseln. Darüber hinaus kannst du Führungsaufgaben übernehmen oder dich für Spezialeinheiten qualifizieren, sofern du die jeweiligen Voraussetzungen erfüllst. Welche Möglichkeiten dir offenstehen, hängt vom Bundesland, deiner Laufbahn, deiner Qualifikation und dem aktuellen Personalbedarf ab.

Welche Aufgaben erwarten dich je nach Einsatzbereich, zum Beispiel im Streifendienst, bei der Kriminalpolizei oder der Bereitschaftspolizei?

Je nach Einsatzbereich unterscheiden sich deine Aufgaben deutlich. Im Streifendienst bist du vor allem im Außeneinsatz unterwegs, nimmst Notrufe wahr, führst Kontrollen durch und hilfst Menschen in Not- und Gefahrensituationen. Bei der Kriminalpolizei stehen die Aufklärung von Straftaten, Ermittlungen, Spurensicherung und die Vernehmung von Zeuginnen, Zeugen und Beschuldigten im Mittelpunkt. Die Bereitschaftspolizei wird unter anderem bei Großveranstaltungen, Demonstrationen, Fußballspielen oder zur Unterstützung anderer Polizeidienststellen eingesetzt und übernimmt besondere Einsatzlagen sowie geschlossene Einsätze.

Kannst du nach der Ausbildung oder dem Studium den Einsatzbereich oder Dienstort mitbestimmen?

Ja, nach der Ausbildung oder dem Studium kannst du häufig Wünsche zu deinem späteren Einsatzbereich oder Dienstort äußern. Die endgültige Entscheidung richtet sich jedoch nach dem Personalbedarf der jeweiligen Polizeibehörde sowie deiner Qualifikation und den verfügbaren Stellen. In vielen Bundesländern werden persönliche Wünsche nach Möglichkeit berücksichtigt, ein Anspruch auf einen bestimmten Dienstort oder Fachbereich besteht jedoch nicht. Mit zunehmender Berufserfahrung eröffnen sich in der Regel weitere Möglichkeiten, in andere Dienststellen oder spezialisierte Einsatzbereiche zu wechseln.

Wie sind deine Übernahme- und Aufstiegschancen bei der Polizei?

Die Übernahmechancen bei der Polizei sind in der Regel sehr gut, da die Polizeibehörden bedarfsgemäß ausbilden und stetig Nachwuchskräfte benötigen. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung oder des dualen Studiums wirst du bei entsprechender persönlicher und fachlicher Eignung in der Regel in den Polizeivollzugsdienst übernommen. Im Laufe deiner Karriere kannst du dich durch Fortbildungen, Berufserfahrung und gute Leistungen für Führungsaufgaben oder spezialisierte Fachbereiche qualifizieren. Je nach Laufbahn und Bundesland sind außerdem Beförderungen sowie der Aufstieg in höhere Ämter möglich.

Welche Fortbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten hast du während deiner Polizeikarriere?

Während deiner Polizeikarriere hast du vielfältige Fortbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Polizeibehörden bieten regelmäßig Lehrgänge und Qualifizierungen an, mit denen du dein Fachwissen erweitern oder dich auf bestimmte Aufgaben und Führungsfunktionen vorbereiten kannst. Darüber hinaus kannst du dich für spezialisierte Einsatzbereiche qualifizieren oder – je nach Laufbahn und Bundesland – in höhere Ämter aufsteigen. Durch kontinuierliche Fortbildungen bleibst du fachlich auf dem neuesten Stand und kannst deine Karriere aktiv weiterentwickeln.

Wie sieht der typische Karriereweg bei der Polizei aus?

Der Karriereweg bei der Polizei beginnt – je nach Bundesland – mit einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Während des Studiums bist du zunächst Polizeianwärterin oder Polizeianwärter. Nach erfolgreichem Abschluss wirst du in der Regel zur Polizei- oder Kriminalkommissarin bzw. zum Polizei- oder Kriminalkommissar auf Probe ernannt und sammelst erste Berufserfahrungen, häufig im Streifendienst oder in anderen Einsatzbereichen. Mit zunehmender Berufserfahrung und guten Leistungen kannst du später beispielsweise zur Polizei- oder Kriminaloberkommissarin bzw. zum Polizei- oder Kriminaloberkommissar sowie anschließend zur Polizei- oder Kriminalhauptkommissarin bzw. zum Polizei- oder Kriminalhauptkommissar befördert werden. Darüber hinaus stehen dir zahlreiche Spezialisierungen, Führungsaufgaben und weitere Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb der Polizei offen.

Welche Chancen und Herausforderungen bringt der Polizeiberuf mit sich?

Der Polizeiberuf bietet dir einen abwechslungsreichen und verantwortungsvollen Arbeitsalltag, bei dem kein Tag wie der andere ist. Du übernimmst eine wichtige Aufgabe für die Gesellschaft, arbeitest in einem starken Team und hast sehr gute Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie sichere Karriereperspektiven. Gleichzeitig bringt der Beruf auch Herausforderungen mit sich: Viele Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte arbeiten im Schichtdienst, werden je nach Personalbedarf an unterschiedlichen Dienstorten eingesetzt und erleben mitunter psychisch oder körperlich belastende Einsatzsituationen. Mit einer guten Ausbildung, regelmäßigen Trainings und der Unterstützung durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen wirst du jedoch gezielt auf diese Anforderungen vorbereitet.

Kannst du später innerhalb der Polizei in andere Dienststellen oder Bundesländer wechseln?

Ja, grundsätzlich kannst du im Laufe deiner Polizeikarriere in andere Dienststellen oder Fachbereiche wechseln. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, vom Streifendienst zur Kriminalpolizei, Verkehrspolizei oder in eine Spezialeinheit zu wechseln, sofern du die jeweiligen Voraussetzungen erfüllst. Ein Wechsel in ein anderes Bundesland ist ebenfalls möglich, erfolgt jedoch in der Regel im Rahmen eines Versetzungsverfahrens und setzt die Zustimmung der beteiligten Polizeibehörden voraus. Welche Möglichkeiten im Einzelnen bestehen, hängt vom jeweiligen Bundesland, dem Personalbedarf und deiner Qualifikation ab.

Welche Einsatzmöglichkeiten und Fachbereiche stehen dir nach der Ausbildung oder dem Studium offen?

Nach deiner Ausbildung oder deinem Studium stehen dir zahlreiche Einsatzmöglichkeiten innerhalb der Polizei offen. Viele Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte beginnen zunächst im Streifendienst und sammeln dort wichtige Berufserfahrung. Später kannst du dich beispielsweise für die Kriminalpolizei, Verkehrspolizei, Bereitschaftspolizei, Wasserschutzpolizei oder spezialisierte Bereiche wie Cybercrime, Kriminaltechnik, Diensthundestaffeln oder Polizeihubschrauberstaffeln bewerben. Welche Fachbereiche dir offenstehen, hängt unter anderem von deinem Bundesland, deiner Qualifikation, deiner Berufserfahrung und dem aktuellen Personalbedarf ab.

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